Europatour

Neue Länder, neue Pins – Unser Sommerurlaub in Andorra und Spanien

Hallo Ihr Lieben,

na, seid Ihr schon aus dem wohlverdienten Urlaub zurück oder reist Ihr in diesem Sommer noch in interessante Länder, fremde Städte oder auf ferne Kontinente? Unser Sommerurlaub 2017 liegt leider schon wieder fast zwei Wochen hinter uns! Zwei Wochen, in denen wir uns von der anstrengenden und langen Heimfahrt erholt, unzählige Gedanken und Erinnerungen geordnet und ein wundervolles Fotobuch über unsere Sommerreise gestaltet haben! Bei dieser Gelegenheit hatten wir auch gleich mal ein paar Eindrücke und Fotos für diesen Blogbeitrag „zur Seite gelegt“, die wir Euch heute in unserem „kurzen“ Reisebericht zeigen wollen! Wir wünschen Euch wie immer viel Spaß beim Lesen und Anschauen …



Unser Sommerurlaub 2017


Die Überschrift hat es längst verraten! Für uns ging es in diesem Jahr nach Andorra und nach Spanien! Eigentlich auch nach Frankreich – aber das jeweils nur zur Zwischenübernachtung in einem kleinen Hotel! Wie all die Jahre zuvor haben wir auch in diesem Sommer versucht, neue Pins für unsere Europakarte zu sammeln! Denn falls Ihr es noch nicht wusstet: Seit einigen Jahren versuchen Aimee und ich zusammen Europa zu erkunden – zumindest soweit, wie es unser Geldbeutel zulässt – und auch in diesem Jahr haben wir uns darüber gefreut, zwei neue Pins in unsere Europakarte stecken zu können …

Aimee genießt einen schönen, lauschigen Abend nahe Dijon – das Foto kennt Ihr vielleicht schon von Instagram

Einmal quer durch Frankreich … 



Unsere
Sommerreise 2017 startete am Morgen des 05. Augusts am dunklen Busbahnhof in Magdeburg! Völlig übermüdet – weil noch mitten in der Nacht – warteten wir zwei dort zusammen mit unserem Gepäck und zwei kuschligen Kissen auf unseren Reisebus, der uns zuerst einmal quer durch Frankreich und später durch verschiedene Orte in Andorra und Spanien fahren sollte. Als wir gegen 4 Uhr morgens endlich im Bus saßen, holten wir erstmal den Schlaf nach, den wir in der Nacht zuvor und bis vor Reisebeginn nicht hatten!

Zum Glück haben wir den Blick auf die berühmte Cité de Carcassonne (rechts) nicht verschlafen


Unterwegs wurden wir zwei ab und zu wach und genossen den Blick auf verschiedendste französische Landschaften, die an unserem Panoramafenster vorbeizogen! In Frankreichwaren wir mittlerweile das dritte Mal und fanden es toll, auf unserer Reise auch eine Zwischenübernachtung in der Nähe von Dijon erleben zu dürfen! Im dortigen Hotel gab es leckeres Essen und die Betten waren eine Wohltat für den Rücken! Denn am nächsten Tag saßen wir noch mal sehr lange im Bus, bis wir endlich in einem der kleinsten Länder Europas ankamen!

 

Kennt Ihr Andorra???


Als für uns feststand, dass wir in diesem Sommer nach Andorra fahren würden, haben Aimee und ich erst einmal erstaunt feststellen müssen, dass die meisten Leute in unserem Bekannten- und Verwandtenkreis nicht wussten, wo dieses Land liegt! „Irgendwo bei Italien?“ „In Südamerika?“ Die wenigsten erinnerten sich aus der Schulzeit, dass Andorra ein kleines Land zwischen Spanien und Frankreich war! Fast so klein, dass man es auf der Europakarte übersehen könnte (auf manchen Karten ist es nicht mal verzeichnet), aber wir können nun 100% behaupten, dass es dieses Land gibt, denn wir waren nun endlich auch dort!

Die kleine Kapelle „Sant Joan de Caselles“ ist ein Kulturdenkmal in Andorra


Aimee und ich lieben es im Urlaub viel zu erleben! Nur im Hotel rumsitzen oder am Pool oder Strand rumliegen, wäre uns viel zu langweilig! Deshalb buchen wir immer Reisen, die viele Tagesausflüge, Stadtrundfahrten und andere Erlebnisse im Angebot haben! Immerhin möchten wir das Land und die Gegend rund um unser Hotel auch wirklich kennen lernen! Und auch dieses Mal haben wir viel von unserem Urlaubsziel gesehen! Schon am ersten Tag in Andorra hatten wir viele Touristenziele auf unserem Plan! Wir besuchten eine romanische, kleine Kapelle aus dem 12. Jahrhundert in einem kleinen Dorf namens Canillo und verließen sie nicht, ohne ein paar schöne Erinnerungsfotos geknipst zu haben!


Von dort aus ging es weiter zu einem malerischen kleinen Städtchen namens Meritxell, in  dem man das hochgelegene Nationalheiligtum Andorras“Santuario de Meritxell“- eine moderne Kapelle auf einer historischen Anlage – besichtigen kann. Das besondere an diesem Bauwerk ist, dass man durch die offene Bauweise (es hat zum Teil kein Dach) die schönste Decke geschaffen hat, die eine Kirche haben kann: Nämlich ein Blick auf die umliegenden Berge und den Himmel selbst! Leider war es an unserem Tag sehr bewölkt …


Von Meritxell aus ging es weiter mit dem Bus durch die Täler und Berge Andorras bis nach Ordino, einer kleinen Gemeinde im Norden des Landes, die für ihre gut erhaltene Altstadt bekannt ist! Auf dem Weg durch die alten Winkel und Gassen kamen wir an einem gut gepflegten Garten vorbei, wo uns ein Kätzchen ganz erschrocken anstarrte! Wir überließen sie schnell wieder ihrem Mittagsschlaf und genossen bald darauf eine leckere Pizza in einem kleinen Lokal in der Ortsmitte. Von dort aus ging es dann mit dem Bus 2.000 m hoch in die Berge, von wo wir einen wundervollen Ausblick hatten und alte Hirtenhütte erkunden konnten.

Der Ausblick dort oben war wunderschön, überall plätscherten kleine Quellen und man sah wilde Pferde auf den Bergen

Am nächsten Tag stand ein Ausflug nach Spanien auf dem Programm! Da Spanien nur einige Fahrminuten entfernt lag, haben wir während unserer Zeit in Andorra des öfteren eine Tour ins Nachbarland unternommen! Die erste führte uns ins kleine Städtchen La Seu d’Urgellnicht weit von der Grenze entfernt. In den Straßen dieser Altstadt existiert seit dem Jahr 1029 ein berühmter Wochenmarkt, auf dem man diverse Produkte aus der Region erwerben kann.

Aimee trägt ihre Einkäufe vom Wochenmarkt zurück zum Bus


Bekannt ist die Stadt aber auch wegen der Olympischen Sommerspiele im Jahr 1992, für die man dort einen Wildwasserpark gebaut hat, der heute noch in Betrieb ist. Während wir nach unserer Shoppingtour durch La Seu d’Urgell entspannt und barfuß im Park saßen, konnten wir dort junge und erfahrenere Sportler beim Kanufahren und Wildwasserrafting beobachten.

Os de Civis ist ein malerisches kleines, spanisches Dörfchen, das viele steile Gassen hat

Fürs Mittagessen mussten wir an diesem Tag nicht selbst sorgen, denn unser Reisebusunternehmen fuhr uns dafür ins spanische Dörfchen Os de Civis, das man nur über die Straßen Andorras erreichen kann! Das kleine Dörfchen hat neben steilen Straßen und alten Häusern auch ein rustikales Gasthaus zu bieten, in dem man sich im wahrsten Sinne des Wortes SATT essen kann! Unserer Reisegruppe wurde ein Gang nach dem anderen serviert und  währenddessen lernten wir einige interessante katalanische Speisen lieben und kennen!


Am selben Nachmittag gab es noch die Möglichkeit zum Coll de la botella – auch bekannt unter dem Namen „Flaschenhals“ zu fahren! Von diesem Punkt in 2.069 m Höhe hat man einen wunderschönen Blick auf den wohl größten Teil der Pyrenäen und findet dort gleichzeitig eine interessante Skulptur, die wie eine umgekippte Teetasse aussieht! Das Foto haben einige von Euch bestimmt schon auf Instagram gesehen! Du auch?

Falls Ihr mal in Andorra seid, besucht den Coll de la botella! Wir fanden es klasse dort oben!

Am nächsten Tag fuhren wir mit einer Zahnradbahn durch die Berge der Pyrenäen! Unser Ziel war das „Vall de Núria“ – auch bekannt unter dem schönen Namen „Tal der Träume“. Leider war das Wetter an dem Tag nicht besonders traumhaft,  so dass wir kurz nach der noch sonnigen Ankunft den ganzen Tag fast nur noch von fiesen Regenwolken verfolgt wurden! Deshalb konnten wir das schöne Areal um den Stausee auch nur wenig erkunden.

Das Tal der Träume liegt in luftigen 1.967 m Höhe in Spanien nahe der Grenze zu Frankreich

Zum Glück konnten wir unsere Zugfahrkarte für eine Seilbahn nutzen, mit der man noch einmal einige Meter hoch in die Berge fahren konnte! Der Ausblick dort oben war ebenso umwerfend wie schon die Tage zuvor, aber wir waren glücklich, eine Jacke dabei zu haben, denn da oben wehte ein ordentliches Lüftchen! Es war sogar so kalt, dass am nächsten Morgen frischer Schnee auf den Bergkuppen lag … leider hatte ich den Anblick verschlafen!

Von der oberen Seilbahnstation hatte man einen schönen Ausblick auf die Berge und den Stausee unten im Tal

Auch in diesem Urlaub hatten wir das Glück, verschiedendste Orte und Gegensätze kennen zu lernen! Neben alten verwinkelten Dörfern und neuen modernen Städten sowie Tälern und Bergen in Andorra und Spanien, zog es uns an einem der letzten Tage unserer Reise auch an die Mittelmeerküste nach Barcelona! Dort erlebten wir zuerst eine interessante Stadtführung per Bus und zu Fuß und sahen selbstverständlich die wichtigsten Baudenkmäler dieser schönen Stadt am Meer. Dabei durfte auch ein Besuch beim Touristenspot schlechthin nicht fehlen! Rund um die Sagrada Familia wimmelte es von Menschen, die Selfies knipsen wollten! Und auch wir konnten uns ein paar Fotos fürs Fotobuch und für Instagram nicht verkneifen!


Den Rest des Nachmittags verbrachten wir damit, einen Blick über die Stadt zu werfen ein bisschen zu bummeln und die wärmende Sonne über Barcelona zu genießen!


Traurigerweise haben wir auf den Tag genau eine Woche, nachdem wir zwei in Barcelona über Las Ramblas schlenderten, im Fernsehen von dem fiesen Anschlag gehört! Wir sehen die Straße noch immer klar vor Augen und sind traurig über jeden Menschen, der dort sein Leben verloren hat!

In Barcelona genossen wir die Sonnenstrahlen, die wir tags zuvor im „Vall de Núria“ vermissten

Unseren offiziell letzten Tag in Andorra verbrachten wir in der gleichnamigen, kleinen Hauptstadt, die man natürlich auch mal gesehen haben muss! Andorra la Vella liegt in luftiger 1.023 m Höhe und hat nur knapp 22.900 Einwohner! Genauso klein wie das Land war bis vor kurzem auch noch das Parlamentsgebäude, das wir von innen und außen betrachten konnten. Danach ging es mit unserem spanischen Reiseleiter zuerst zu Fuß durch die kleine aber sehenswerte Altstadt, bevor wir zwei uns von der Gruppe trennten und uns ebenfalls zu Fuß auf den Weg zu Südeuropas größtem Thermalbad „Caldea“ machten!


Auf dem Weg dorthin sahen wir u.a. die berühmte Dali-Skulptur mit der zerschmelzenden Uhr, vor der die Touristen anstanden, um auch ein Foto damit abzubekommen! Und einige Minuten Fußweg weiter standen wir auch schon vor dem futuristisch wirkenden Thermalbad, das die natürlichen heißen Quellen der Umgebung für seine Thermallandschaft und Wasserspiele nutzt. Wenn wir schon mal dort sind, müssen wir dort unbedingt auch mal hinein, dachten wir uns! Und so hatten wir noch einen schönen letzten Tag in Andorra la Vella…

In Caldea haben wir 3 Stunden verbracht und die Sonne und den Ausblick auf die Berge im Freibad genossen!


… bevor es am nächsten Tag auf den langen Weg zurück nach Hause ging! Davon haben wir Euch aber bereits in unserem Beitrag „Drei Länder in zwei Tagen – Unser Wochenende in Bildern“ berichtet!


Wir hoffen, Euch hat unser „kleiner“ Reisebericht über Andorra und Spanien gefallen! Und wenn Ihr das nächste mal gefragt werdet, ob Ihr wisst, wo Andorra liegt, dann antwortet Ihr bestimmt nicht „In Südamerika!“


Kanntet Ihr das kleine Land Andorra vor unseren Beitrag?
Welchen der vielen Ausflüge hättet Ihr am liebsten mitgemacht?
Könntet Ihr Euch eine Reise in dieses schöne Land vorstellen?



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