Escape Rooms

East or West – Werdet zu Spionen am Checkpoint Charlie (Werbung)

Hallo Ihr Lieben,

 


sagt mal, findet Ihr nicht auch, dass der Gedenktag des Mauerfalls in diesem Jahr eher still vonstatten ging? Zumindest kann ich mich nicht daran erinnern, irgendetwas zu der Thematik in den Medien gesehen oder gelesen zu haben. Aber vielleicht liegt das auch einfach nur daran, dass die Meldungen über Corona und Mister Trump nach wie vor überwiegen und so ein 31. Jahrestag nicht ganz so bedeutend war, wie der 30. im letzten Jahr! Aber wenn Ihr mich fragt, ist und bleibt der Tag, an dem die Mauer in Berlin fiel, einer der wichtigsten Tage in der deutschen Geschichte. Denn das Ende der DDR war nicht nur ein Neubeginn für alle Bürger der sogenannten Ostzone, sondern auch das Ende des Kalten Krieges, zwischen dessen Fronten Aimee und ich vor ein paar Wochen mehr oder weniger überraschend geraten waren! Denn nur einen Tag nachdem wir eine wundervolle Nacht in den Tropen Brandenburgs verbringen durften, zog es uns nach langer Zeit mal wieder in ein spannendes Escape Game-Abenteuer im House of Tales in Berlin, das uns direkt aus der Gegenwart in die Zeit des Konflikts zwischen den alliierten Westmächten und dem Ostblock katapultierte. In eine Zeit, in der man sich entscheiden musste, auf welcher Seite des Vorhangs man steht! Zumindest, wenn man wie wir zu den gefragtesten Spionen der Welt zählt …



Ja, Ihr habt richtig gelesen, in unserem neuesten Escape-Game-Abenteuer schlüpften wir in die Rolle zweier Spione, die unschätzbare Informationen aus dem wohl berühmtesten Grenzübergang der Welt an sich bringen und an den Höchstbietenden verkaufen sollten. Aber bevor wir uns Zugang zum nachgebauten Checkpoint Charlie im House of Tales verschaffen konnten, schauten wir an dem besagten Nachmittag erstmal beim echten Grenzposten in der Friedrichstraße – gleich um die Ecke – vorbei, um uns auf unser bevorstehendes Abenteuer einzustimmen und das obligatorische Erinnerungsfoto vor der Kontrollbaracke mit den Sandsäcken zu knipsen. Und kurz darauf waren wir auch schon auf den Weg in unser Paralleluniversum …



Den Weg zur Zimmerstraße 90 kannten wir übrigens bereits von zwei früheren Besuchen im House of Tales, die uns einmal auf die Suche nach der Erleuchtung in eine geheimnisvolle Kapelle der Illuminati führten (leider nicht mehr verfügbar) und ein weiteres Mal in das Innere einer Pyramide verschlugen, in der wir damals den Fluch des Pharao brechen sollten! Ein wirklich wundervolles Erlebnis, das wir Euch auf jeden Fall auch ans Herz legen können. Mitte Oktober blieben wir aber nicht nur physisch, sondern auch gedanklich mitten in unserer Hauptstadt Berlin, wo 1961 – im Zuge des Mauerbaus – auch der berühmte Kontrollposten Checkpoint Charlie erbaut wurde. Ein Grenzposten, der den Ost-Berliner Bezirk Mitte mit dem West-Berliner Bezirk Kreuzberg verband und auch heute noch ein Hotspot für Touristen aus aller Welt ist.


Damals, zur Zeit des Kalten Krieges, sah das aber ganz anders aus. Streng bewacht, gelang nur wenigen Bürgern Ostberlins die Flucht über diesen Grenzpunkt und ein Eindringen in die Baracke selbst wäre sicher für jeden Zivilisten undenkbar gewesen. Zum Glück konnte unser Spielleiter und Komplize Jaan Luca die dort stationierten Grenzposten für eine Weile ablenken, so dass wir Zwei das Areal rund um den (nachgebauten) Kontrollposten in der Dämmerung betreten und untersuchen konnten. Unser Auftrag lautete diesmal:



Findet die geheimen Akten und verhökert den Inhalt an den Höchstbietenden


Escapen unter Beobachtung – durch das Rundbogenfenster können Passanten von außen jederzeit beim Spielen zuschauen



Die große Frage ist: Auf welcher Seite steht Ihr?


Ihr ahnt es sicher schon! Unter ständiger Gefahr, entdeckt zu werden, mussten wir nicht nur gegen die Zeit – in diesem Fall mal wieder 60 Minuten – ankämpfen, sondern uns auch noch im Laufe der Mission für eine Seite entscheiden. Wer soll die Geheimcodes aus den Akten in die Finger bekommen, sobald wir sie entdeckt haben? Die Sowjetunion, die uns u.a. einen Batzen Rubel und die Staatsbürgerschaft versprach oder aber die Amerikaner, die uns neben einem Haufen Dollar auch noch mit einer eigenen Insel vor San Francisco locken wollten. Klingt verführerisch? Ist aber keine so einfache Entscheidung, wenn beide Verhandlungspartner mit dem Ableben oder lebenslanger Haft drohen, sollte man sich für den jeweiligen Kontrahenten entscheiden – vor allem unter zeitlichem Druck!



Natürlich dürfen wir Euch an dieser Stelle wieder nicht zu viel vom Spielgeschehen selbst und dem Ende unserer Mission erzählen, aber soviel sei noch erwähnt: Auch wenn wir Checkpoint Charlie aufgrund der aktuellen Corona-Regelungen mit Maske spielen mussten, hatten wir eine Menge Spaß, den Grenzposten und das Areal drum herum zu erkunden und die einzelnen Hinweise und Fundstücke miteinander zu kombinieren. Und das sogar fast in Rekordzeit, denn laut Jaan Luca brauchten wir diesmal nur knapp 45 Minuten, bis wir mit unseren gefälschten Pässen und einer riesen Belohnung im Gepäck über die imaginäre Grenze flüchten konnten. Das nenne ich mal erfolgreich!


Zum Abschluss gab es auch hier die Möglichkeit, ein paar schöne Andenkenfotos mit nach Hause zu nehmen



Falls wir Euch nun neugierig auf ein Erlebnis dieser Art machen konnten, verraten wir Euch an dieser Stelle noch gern, dass es im House of Tales aktuell noch vier weitere Escape Games zu entdecken gibt, von denen sogar eins im Battle–Modus gespielt und ein anderes Gänsehaut hervorrufen könnte. Am besten schaut Ihr in dieser Übersicht mal selbst nach, welches Spiel Euch am meisten zusagt!


Und vielleicht stolpert Ihr dabei auch gleich einmal über die weiteren tollen Angebote, die die Macher von House of Tales in den letzten Monaten auf die Beine gestellt haben. So gibt es zum Beispiel eine digitale Stadtführung, die Euch nebenbei zu einer Schnitzeljagd einlädt oder auch bald mehrere iPad-Rallyes durch die Stadt, bei denen Ihr interaktive Outdoor-Abenteuer im näheren Umkreis erleben könnt. Klingt das nicht super? Also wir finden schon!


Erkundet die Hauptstadt mal ganz anders: Mit einer App fürs Sightseeing oder während einer Stadt-Rallye mit iPad

Und damit Ihr Euch auch in den folgenden Corona-Monaten nicht zu Hause langweilen müsst, hat House of Tales auch gleich noch drei Online Games in petto, die Ihr auf Euren heimischen PCs oder auch unterwegs mithilfe einer App spielen könnt. Alles, was Ihr hierzu noch benötigt, sind ein Stift und etwas Papier, sowie einen funktionierenden Lautsprecher oder Kopfhörer und schon kann Euer Online-Erlebnis losgehen.


Wie Ihr seht, kann man bei House of Tales nicht nur unsere heißgeliebten klassischen Escape Games spielen, sondern auch noch viele weitere Angebote wählen, bei denen bestimmt für jeden Geschmack etwas dabei ist! Und falls Ihr diese Abenteuer nicht selbst erleben, sondern verschenken möchtet, gibt es auf der Website auch die Möglichkeit, verschiedene Gutscheine zu erwerben! Man denke da nur an Weihnachten …



Tja und damit sind wir auch schon wieder am Ende unseres neuesten Beitrags angekommen. Zum Schluss möchten wir uns noch ganz herzlich bei Viana bedanken, die uns den kostenlosen Besuch im House of Tales für diesen Beitrag ermöglicht hatte. Ein weiteres Dankeschön geht an unseren Komplizen und Spielleiter Jaan Luca, der uns vor und während des Spiels – wenn nötig – mit nützlichen Infos versorgt hatte und am Ende mit unseren gefälschten Pässen über die imaginäre Grenze ließ.


Einblicke aus dem Online Escape Game “Hong Kong – The night before”, das Ihr auch im Multiplayer-Modus spielen könnt



Kanntet Ihr das House of Tales in Berlin bereits?

Ward Ihr schon mal in einem Escape Room? Falls ja, in welchem?

Wie gefallen Euch die digitale Stadtführung, die iPad-Stadtrallyes und die Onlinegames?

Und was davon würdet Ihr am liebsten spielen?




 

26 Comments

  • Katharina

    Ihr seid echt wahnsinnige Knobel- und Escape-Fans, oder? 🙂
    Ich kenne das House of Tales noch nicht, bin aber immer wieder mal in Berlin. Vielleicht probier ich es mal aus! Mehr noch als den Escape Room würde mich aber so eine iPad Stadtführung interessieren, denn als gebürtige Berlinerin laufe ich doch immer wieder meine “gewohnte Route” and die Orte an die es mich immer wieder zieht. Zeit mal was neues zu entdecken!

    Viele Grüße,
    Katharina (von https://www.windelnundworkouts.de)

    • SimplyJaimee

      Hallo Katharina, gut erkannt 😉 Wir sind absolut wahnsinnige Knobel- und Escape-Fans 😉 Am liebsten spielen wir Escape Räume, aber zum Glück gibt es die mittlerweile auch als Spiele und Bücher!

  • Marie von Fausba

    Liebe Jana,
    das klingt total spannend.
    Ich könnte mir das total gut für unseren Großen vorstellen.
    Er liebt die drei ??? Kids und spielt in der Pause mit seinen Freunden immer Detektiv. 😉
    Liebe Grüße sendet Marie

  • Julia

    Wieder Spannend euer Erlebnis. Hört sich nach aufregenden Spaß an.
    Mir hat es aber sehr gut gefallen und würde ich mitmachen das Spiel. Aber auch die Stadtführung würde mir gefallen und irgendwann auf eigene Faust los ziehen.

    Ja das würde mir gefallen.
    Liebe Grüße
    Julia

  • Mo

    Hey ihr Zwei,

    hach, manchmal bedauer ich es wirklich, dass Berlin nicht gleich um die Ecke ist. Wir haben hier zwar auch einen Escape Room, aber der ist nicht so cool. Da können Passanten nicht von Außen reinschauen und leider können wir nicht so zum Spion werden, wie ihr.
    Aber das hier wäre auch was für mich. Wobei, so fix wie ihr wäre ich vermutlich nicht fertig.

    Liebe Grüße
    Mo

    • SimplyJaimee

      Das war noch nicht unsere Bestzeit, aber auch wirklich gut 🙂 Dass Passanten hier reinschauen können, haben wir auch zum ersten Mal erlebt. Normalerweise sind die Fenster verdunkelt!

  • Katii

    Oh wiiiiiie cool – ich liiiiebe Escape Room! Es ist zwar schon 3 oder 4 Jahre her, dass ich das letzte Mal war, aber mir hats so Spaß gemacht… Das muss ich definitiv mal wieder machen 🙂

    Alles Liebe, Katii

  • Miriam

    Liebe Jana, Liebe Aimee,
    Ja, da habt ihr wohl Recht, der Jahrestag zum Mauerfall ist dieses Jahr echt quasi unbemerkt vorbei gegangen. Trump und Corona (und vor allem die am Jahrestag der Reichspogromnacht angesetzte Demo der Corona-Leugner…) haben da wohl mehr Aufmerksamkeit erzielt.
    Aber zurück zum eigentlichen Thema: Das House of Tales habe ich neulich bei euch auf Instagram entdeckt – vorher kannte ich das noch nicht. Aber was für eine coole Location, um ein Escape Spiel zu machen und Rätsel zu lösen. Auf diese Art kann man auch Jugendliche an die Thematik heranführen.
    Liebe Grüße von Miriam von Nordkap nach Südkap

    • SimplyJaimee

      Ja das stimmt und so ein bisschen spaßiger Geschichtsunterreicht hat ja noch keinem geschadet 🙂 Was ich besonders gern an diesen Räumen mag: Man muss seine Augen offen und sein Gehirn am Rattern. Nachdenken, kombinieren … wie selten erlebt man so etwas im Alltag!

  • Bea

    Ich konnte damals noch garnicht so richtig fassen, was der Mauerfall bedeutete, denn ich hatte kaum Berührungspunkte zur DDR. Mittlerweile fasziniert mich die Geschichte immer mehr, auch die Hintergründe, von denen wir Wessis eh keine Ahnung hatten. Ich höre da immer gerne zu, wenn jemand davon erzählt, negatives wie positives. Dieser Escape Room ist sicher wieder MEGA! Bin ganz begeistert… aber Berlin ist für mich gerade jetzt so weit entfernt! Irgendwann aber schaffe ich es dorthin.

    Viele Grüße, Bea.

    • SimplyJaimee

      Ich war damals auch noch so klein und hab bis zu den Monatsdemonstationen gar nicht so mitbekommen, dass die Menschen unzufrieden waren! Erst als alle auf die Straße gingen und der Mauerfall immer näher kam … aber zum Glück hat sich alles so entwickelt! Ich will mir nicht vorstellen, wie mein Leben sonst verlaufen wäre!

  • Vanessa

    Wie cool. Also ich war noch nicht im House of Tales. Ich denke das gab es 2014 noch nicht.
    Da war ich leider das letzte Mal in Berlin. Aber ich war schon mal am Checkpiont Charlie und in dem Ost West Museum.
    Das war auch schon alles richtig beeindruckend.

    Aber es sind wirklich schon über 30 Jahre her, dass die Mauer fiel. Wahnsinn wie die Zeit rennt.
    Dennoch finde ich es sehr gut. Habe tolle Freunde in sachsen Anhalt und Berlin und so. Ohne den Mauerfall hätten wir das wohl alles nie geschafft.

    xoxo Vanessa

  • Michelle

    Hey ihr beiden 🙂
    Ja, es gab wirklich kaum etwas über den Mauerfall. Aber wir du sagtest, Trump und Corona haben wirklich viele Medienkapazitäten ausgeschöpft.
    Dieser Escape room ist wieder sehr spannend! Wie entdeckt ihr die nur immer alle?

    Alles Liebe ♥️
    Michelle

    • SimplyJaimee

      Tante Google hilft uns da sehr Michelle 😉 Aber im House of Tales waren wir ja auch schon zweimal, deshalb kannten wir diesen Raum noch aus der Erinnerung!

  • Bettina Halbach

    Huhu, schick seht ihr auf dem Abschiedsfoto aus, das Berliner House of Tales ist mir noch nie begegnet, dto war ich noch nie in einem Escape Room. Ich mag sowohl die digitale Stadtführung, die iPad-Stadtrallyes als auch die Onlinegames, wobei mein Favorit die digitale Stadtführung ist, die würde ich schon gerne spielen 🙂 liebe Grüße und Danke für den schönen Bericht Bettina

  • Beauty and the beam

    Das House of Tales kannte ich noch nicht. Werde ich aber auf jeden Fall mal abspeichern.
    Ich war vor ein paar Jahren mal in einem Hangover Excape Room, ich glaube in Hamburg war das. Wir haben das während einer Jugendfreizeit gemacht, und haben den Raum komplett auseinander genommen 😀
    Aber es hat total viel Spaß gemacht. Leider ist das ja auch nicht immer ein günstiges Vergnügnen, warum wir dann eher Schwarzlicht Minigolfen gehen…
    Allerliebst <3
    Mona

    • SimplyJaimee

      Ja, stimmt schon, nicht preiswert! Aber die Betreiber müssen ja auch von was leben und Miete zahlen! Deshalb finde ich die Preise schon okay! Und zum Glück kann man sich ja auch Gutscheine schenken lassen!

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.