Spieletest

Let’s play … Kinderspiele aus aller Welt von Ravensburger am internationalen Weltspieltag (Werbung)

Hallo Ihr Lieben,

 


erinnert Ihr Euch noch daran, womit Ihr als Kinder am liebsten gespielt habt? Bei mir ist das zugegeben schon ein paar Tage her, aber ich sehe mich immer noch vor meinem inneren Auge auf dem Schulhof im Nachbarort stehen. Mit einem Gummiband um den Beinen, das nach und nach von den Knöcheln, zu den Waden, hoch zu den Knien, ja sogar bis zu den Hüften wanderte. Hach, was war das noch für eine schöne Zeit, als meine Freundinnen und ich in gefühlt jeder Pause Gummihopsen – in anderen Regionen Deutschlands möglicherweise eher unter dem Begriff Gummitwist bekannt – gespielt haben. Ein simples Spiel, das trotz des bescheidenen Spielmaterials unheimlich viel Spaß gemacht hatte und uns als Kinder zu den akrobatischsten Sprüngen herausforderte! Aber ganz egal ob nun mit Gummibändern, kleinen Murmeln, Bausteinen oder Spielfiguren aller Art – überall auf der Welt ist die Möglichkeit, oft und voller Neugier spielen zu können, essentiell für die kindliche Entwicklung. Genau wie Schlafen, Essen und Trinken ist Spielen sooo gesund! Deshalb fragen wir an dieser Stelle mal wieder neugierig in die Runde …


Habt Ihr heute schon mit Euren Kleinsten gespielt?


Mit dem kleinen roten Doppeldecker spielen sich die Kinder in diesem Spiel einmal um die Welt

Falls nicht, könnte der Anlass nicht passender sein, denn heute jährt sich bereits zum 20. Mal ein Aktionstag im Kalender, der kurz vorm internationalen Kindertag Anfang Juni an die Wichtigkeit von regelmäßigem Spielen in der Kindheit erinnert: Der internationale Weltspieltag, der erstmals 1999 eingeführt wurde. Aus gutem Grund, denn Spielen ist nicht nur ein Zeitvertreib aus Langeweile, nein, es zählt zu den Grundbedürfnissen eines jeden Kindes – unabhängig von Kultur und Herkunft und ist sogar in der UN-Kinderrechtskonvention mit Artikel 31 verankert. Spielen trainiert nämlich nicht nur das Gehirn und wichtige Fähigkeiten wie Fantasie und Feinmotorik, Kinder sammeln während des Spielens auch grundlegende Erfahrungen. Sie erleben Stolz und lernen mit Gefühlen wie Enttäuschung, Freude und Wut umzugehen, wie ich selbst häufig in meinem Praxisalltag als Sprachtherapeutin miterlebe! Auch wenn die Kleinen mal im Spiel verlieren und möglicherweise kurzzeitig frustriert sind, kann man doch mit Sicherheit sagen …


Spielen macht Kinder glücklich – überall auf der Welt!


Spielen ist so alt wie die Menschheit und auf allen Kontinenten verbreitet. Ob im fernen Australien, in Asien, Afrika oder Amerika – überall auf der Welt spielen Kinder Spiele, die zum Teil zum Kulturgut zählen und von Generation zu Generation überliefert werden. Miteinander zu spielen, verbindet aber auch Kinder, die nicht dieselbe Sprache sprechen, wie Kai Haferkamp, einer der großen Spieleautoren Deutschlands, während eines Besuchs in einem Kindergarten mit vielen mehrsprachigen Kindern beobachten konnte. Ein besonderes Schlüsselerlebnis zeigte ihm dort, dass Spielen eine Sprache ist, die jeder auf der Welt versteht. Und so hat Haferkamp in Zusammenarbeit mit dem Ravensburger Spieleverlag eine spannende Spieleidee entwickelt, die 24 Kinderspiele aus aller Welt in einem Spielekarton vereint. Und genau diese Spielesammlung dürfen wir Euch heute passend zum Internationalen Weltspieltag vorstellen! Schaut doch mal:


DIE Spielesammlung für kleine Weltentdecker 



Kinderspiele aus aller Welt ist kein klassisches Brettspiel, was der große, bunte Karton, den Aimee oben in die Kamera hält, vielleicht vermuten lässt. Ganz im Gegenteil, schaut man nämlich in den Karton hinein, entdeckt man zuerst einmal viele farbenfrohe Karten und Kleinteile, die für die bunte Mischung aus modernen und traditionellen Spielen in dieser einzigartigen Sammlung benötigt werden.



Zu welchem der vielen Kleinteile Ihr bei den 24 verschiedenen Spielen greifen müsst, verrät Euch jeweils die passende Spielkarte, die auf der Vorderseite mit landestypischen Motiven (siehe oben) und auf der Rückseite (siehe unten) mit dem passenden Kontinent, der Flagge des Landes, dem benötigten Spielmaterial und einer erklärenden Illustration des Spiels bedruckt sind.


Hier seht Ihr ein paar Spielideen aus Spanien, Argentinien und Panama

 

Entdecke fremde Länder und Kulturen


Ziel des Gesamtspiels ist es, mit einem kleinen Flugzeug über die Weltkarte im Kartonboden zu fliegen, kurze Spiele aus verschiedenen Ländern zu spielen und dabei Punkte zu sammeln. Wohin die Reise jeweils geht, verrät die aktuell gezogene Spielkarte, die beispielsweise einen Kanal, auf dem ein Containerschiff fährt und Bananenbäume zeigt! Welches Land könnte das denn sein? Ah, der Blick auf die Rückseite verrät’s: Panama! Und was spielt man da so? Das Spiel heißt „Stuhl anziehen“ und erfordert neben Geschicklichkeit auch etwas Tempo von den kleinen Spielern. Von Panama aus geht es danach womöglich zum Murmeln Schnippen in die Türkei, zum Klötzchen raten nach Tansania oder auf Schatzsuche nach Australien. Bei der Vielfalt der Spiele scheint es zumindest in Kinderspiele aus aller Welt keine Grenzen zu geben!


Damit Ihr noch einen kleinen Einblick in die vielen unterschiedlichen Spielideen bekommt, haben wir Euch exemplarisch von jedem Kontinent jeweils ein Spiel ausgesucht, das wir Euch in Kurzform zeigen möchten. Den Start macht Europa mit Italien!



ITALIEN: Im Minispiel Triff die Spitze werfen die kleinen Spieler jeweils zwei bunte Klötzchen einer Farbe auf das entsprechende Spielfeld und versuchen hierbei am nächsten an die Spitze zu kommen. Gewonnen hat, wer nach Runde zwei die meisten Punkte erzielen konnte.



KANADA: Alle Spieler sitzen auf dem Boden und bilden einen Kreis. Nun heißt es: Auf die Plätze, fertig, los. Der aktive Spieler hat solange Zeit, den Kreis zu umrunden, wie sich der bunte Kreisel im Minispiel Kaipsak dreht. Schafft er es, hat er die Runde gewonnen. Alternativ kann die Rundenanzahl gezählt werden, die der Spieler während der Drehung schafft.



ARGENTINIEN: In Südamerika spielen die Kinder das Spiel Ziel-Murmeln gern mit einem alten Schuhkarton. Im Spiel gibt es stattdessen ein hübsches Murmeltor, durch das die Spieler Murmeln zielen müssen. Wer nach drei Versuchen die höchste Punktzahl erreicht hat, gewinnt die Runde.



SUDAN: Im Minispiel Lauf zum Brunnen sollen die kleinen Spieler verhindern, dass die Hyäne (grünes Klötzchen) vor der Wasserträgerin (gelbes Klötzchen) im Dorf erscheint. Schafft die Frau es vor der Hyäne zum Brunnen, gewinnen alle Spieler, ansonsten haben alle gemeinschaftlich verloren.



CHINA: Nimm nicht das letzte Klötzchen! Das ist das Ziel im asiatischen Minispiel Nim, das eindeutig zum Nachdenken anregt. Während des Zugs darf das Spieler-Team so viele Klötzchen nehmen, wie es will, aber immer nur von einem Feld. Erwischt man doch das letzte, gehört man leider zum Verlierer-Team der Runde.


Finally AUSTRALIEN: Inspiriert von den Ureinwohnern Australiens müssen die Spieler in Wirf den Bumerang versuchen, aus drei Schritten Entfernung den bunten Stock zu treffen. Gelingt Euch das?



Wie gefällt uns diese bunte Spielesammlung?


Wie Ihr sicher bemerkt habt, haben all die Spiel in Kinderspiele aus aller Welt gemeinsam, dass sie einfach zu verstehen und vor allem schnell umsetzbar sind. Gespielt werden können sie jeweils, solange man Spaß daran hat oder bis ein Sieger im aktuellen Spiel gegeneinander gekürt ist. Für mich als Sprachtherapeutin, die auch mal mit mehrsprachigen Kindern zu tun hat, ist dies eine schöne Sammlung kurzer Spiele, für die man einfach auch mal zwischendurch Zeit findet oder keine perfekten Deutschkenntnisse braucht. Ich freue mich jetzt schon, diese Sammlug in meinem Praxisalltag auszuprobieren und bin gespannt, welches der vielen Minispielen meinen Kindern am meisten Freude macht.


Deutschland ist übrigens mit Dosenwerfen in der Spielesammlung vertreten

Bevor wir für heute zum Schluss kommen, möchten wir den Spieleautor Kai Haferkamp noch kurz erzählen lassen, wie es zur Umsetzung seiner neuen Idee kam. Hierfür haben wir uns einiger Fragen bedient, die uns in einem Interview aus dem Monat Januar zur Verfügung gestellt wurden.


Herr Haferkamp, wie kam es zu Ihrer neuesten Spieleidee?


„Das war ein glückliches Zusammentreffen zweier Ideen und Schlüsselmomente. Für mich war es eine berührende Begegnung in einem Kindergarten. Ich kam zum Testen einer neuen Spielidee in eine Gruppe, in der mir die Leiterin schon im Vorfeld signalisierte, dass es mit dem gemeinsamen Spielen schwierig werden würde. Manche Kinder in der Gruppe sprächen noch kaum Deutsch und seien sehr schüchtern. Ich versuchte also das Eis bei einem kleinen Jungen zu brechen, der abseits stand, indem ich mit ihm ein einfaches Hände-Abklatsch-Spiel ausprobierte: Zwei Spieler sollten die Fingerspitzen der geschlossenen Hände aneinanderlegen und gegenseitig versuchen, sich abzuklatschen.“



Was passierte dann? Hat es funktioniert?


„Der berührende Moment war im wahrsten Sinne des Wortes, dass der kleine Junge nach dem Spiel meine Hand in seine nahm und mir mit der anderen Hand bedeutete, dass wir noch weitere Mitspieler brauchen würden. Gesagt, getan, und so bildeten wir aus mehreren Kindern einen Kreis und der kleine Junge zeigte uns, was wir zu tun hatten: Es galt, den jeweiligen Nachbarn mit der einen Hand abzuklatschen, während man reihum versuchen musste, seinerseits die Hand schnell genug wegzuziehen: ein einfaches, kleines und dabei so „großes“ Spiel. Denn dass bei diesem Spiel die Berührungsängste im Nu verschwunden waren und alle Kinder gemeinsam lachten und Spaß hatten, liegt buchstäblich auf der Hand. Der kleine Junge indessen strahlte und war stolz, uns ein Spiel beigebracht zu haben, das – wie meine Recherchen ergaben – tatsächlich aus seiner Heimat stammte. In diesem Moment wurde mir klar, dass Spielen eine Sprache ist, die man weltweit versteht. Und dass ein Spiel Menschen zusammenbringen kann und Berührungen ermöglicht, auf die man gemeinsam bauen kann. Genauso wie es dann auch innerhalb der Spielegruppe geschah.“


Nach welchen Kriterien haben Sie die Spiele ausgewählt?


„Die Spiele sollten einen schnellen Einstieg mit einfachen Regeln bieten, so dass die Kinder in einer Partie möglichst viele Einzelspiele ausprobieren konnten. Dazu haben wir einen Mechanismus für ein übergeordnetes Spiel entwickelt, in dem die Kinder auf Weltreise gehen. Sie sollten dabei andere Länder, Kontinente und Kulturen entdecken – als Basis zum gemeinsamen Erzählen und Erleben. Natürlich war es auch eine Herausforderung, all die verschiedenen Spielmaterialien in einer Schachtel unterzubringen. Und: Ehrensache, dass das eben erwähnte Hände-Abklatsch-Spiel unsere Nummer 1 war, mit dem wir die Sammlung begonnen haben.“



Und wenn ein Kind kein Spiel aus seiner Heimat findet?


„Es war einerseits interessant zu sehen, wie sehr sich Spiele aus völlig unterschiedlichen Gegenden der Erde trotzdem ähneln. Da gibt es viele Überschneidungen. Und da andererseits auch die größte Spielesammlung niemals jeden Ort der Welt repräsentieren kann, haben wir bewusst eine Blanko-Karte beigelegt. Sie soll Kinder ermutigen, ihr eigenes Spiel in die Sammlung aufzunehmen – als Anfang, miteinander zu reden, zu lachen und gemeinsam zu gewinnen. Denn man spielt nicht, um zu gewinnen, sondern man gewinnt, indem man spielt: Freunde, menschliche Nähe, gemeinsame Zeit und Freude. Somit ist Spielen eine Sprache, die alle verbindet.“


Das komplette Interview mit Spieleautor Kai Haferkamp könnt Ihr auf der Ravensburger Website nachlesen.


 

Und damit sind wir auch schon wieder am Ende unseres heutigen Beitrags angekommen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Pressestelle des Ravensburger Spielverlags, dass wir Euch die Spielesammlung Kinderspiele aus aller Welt am heutigen Weltspieltag vorstellen durften. Das Spiel wurde uns kostenfrei und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Unsere Meinung wurde wie immer nicht davon beeinflusst.


Wir wünschen allen Kindern einen tollen Weltspieltag 2019


Wer zuerst die meisten Punkte auf der spielerischen Reise um die Welt sammeln konnte, gewinnt

Kanntet Ihr den heutigen Weltspieltag bereits?

Wie gefällt Euch die vorgestellte Spielesammlung?

Welches Minispiel würdet Ihr gern ausprobieren?




24 Comments

  • sina

    Das Spiel haben wir auch und meine Tochter liebt es, obwohl oder vielleicht auch gerade weil es einfach so simple Sachen sind. Besonders oft spielen wir das Spiel wo man mit einem Farbwürfel würfelt und dann etwas in der Farbe im Raum finden muss. Ein echt cooles Spiel und man lernt ein wenig andere Länder kennen. Kann ich nur empfehlen das Spiel 🙂

    • SimplyJaimee

      Schön, dass du es auch kennst! Ich habe es jetzt bei mir auf der Arbeit stehen. Die ersten beiden Jungs, die es ausprobieren konnten, fanden es auch toll. Beide mochten das simple Spiel mit der Hyäne und der Wasserträgerin so toll, dass wir es gleich zweimal hintereinander spielen mussten 🙂

  • Eileen

    Das Spiel mit dem Gummiband kenne ich auch noch, dass habe ich auch gerne gespielt, Gott da merkt man erst einmal wie schnell die Zeit vergeht und wie lange das alles schon her ist…

    Da ich noch keine Kinder habe und auch in meinem nahen Umfeld keine sind ist das mit den Spielen so eine Sache. Wir erwachsenen haben die Tradition oft in der Vorweihnachtszeit und an Silvester Spiele zu spielen da sind es dann aber eher Sachen wie Cluedo oder Tabu. Aber ich freue mich jedes Jahr aufs neue darauf 😊

    Viele Grüße Eileen von http://www.eileens-good-vibes.de

  • Billchen

    Das ist ja eine tolle Idee für ein Spiel, gefällt mir richtig gut. Auch schön das man durch die Blanko-Karte noch ein eigenes Spiel bzw. Land mit aufnehmen kann. Das werde ich mir doch mal merken wenn ich mal wieder ein Geschenk brauche.

    Liebe Grüße
    Sybille von Billchen’s Beauty Box

  • Natascha

    Das ist ein ganz tolles Spiel. Ich bekomme schon Lust drauf durch deinen Beitrag, es mit meiner Tochter zu spielen. Leider ist sie noch etwas zu klein dafür, aber der Tag wird garantiert kommen.

    Viele Grüße
    Natascha

    • SimplyJaimee

      Wenn sie erst mal alt genug ist, ist das sicher ein schönes „erstes Spiel“ für sie. Darin sind viel kleine Spiele, die man mal schnell aufbauen und spielen kann!

  • Michelle

    Das ist wirklich eine großartige Idee!
    So können die Kinder spielerisch ihren Horizont erweitern.
    Ich hab damals auch sehr gerne Gummitwist gespielt, oder bin viel Seil gesprungen.
    Heutzutage werden die Kinder einfach viel zu viel vor Fernsehen oder Handy gesetzt, um sie zu beschäftigen.

    <3
    Michelle

    • SimplyJaimee

      Da hast du so recht! Ich sehe es so oft bei mir auf Arbeit, wie sehr sich die Kinder freuen, wenn sie einfach mal ein Brett- oder Kartenspiel mit mir spielen dürfen 🙂

  • Marie von Fausba

    Hallöchen,
    das Spiel sieht wirklich interessant aus.
    Wir haben ja diverse Spiele zu Hause, doch eigentlich spielen wir immer unsere Klassiker.
    Vielen Dank für die ausführliche Vorstellung.
    Liebe Grüße sendet Marie

    • SimplyJaimee

      Schön, dass wir dich inspirieren konnten! Ich nutze die Spielesammlung gern auf der Arbeit! Die Spiele sind leicht verständlich und schnell umsetzbar!

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