Blogparade

Blogparade Kindermund-Wörter – Aimees lustigste Wortschöpfungen aus Kindertagen

Hallo Ihr Lieben,

 


wie schön, dass Ihr wieder vorbeischaut, denn heute haben wir mal einen ganz besonderen Beitrag für Euch getippt, zu dem uns die liebe Marie von fausba.de – inspiriert hat. Marie, die mit ihrer Familie in Bamberg lebt hat nämlich Anfang April eine Blogparade ins Leben gerufen, zu der sie der kleinere ihrer beiden Söhne angeregt hat. Mit seinen vier Jahren steckt er nämlich momentan mitten in der Sprachentwicklung und plappert neben vielen richtigen Wörtern auch ab und an mal eigene Wortkreationen, die nicht nur Marie zum Schmunzeln bringen! Eine Phase, in der jedes Kind einmal steckt und deshalb können wir Euch heute auch ein paar lustige Wortschöpfungen und Äußerungen präsentieren, die Aimee in ihren Kindertagen aus dem Mund geflutscht sind! Die schönsten davon hatte ich damals in einem Notizbüchlein verewigt und so vor dem Vergessen bewahrt! Schaut doch mal, was Aimees Kindermund so alles fabriziert hatte …



Wusstet Ihr schon, dass ich beruflich mit der deutschen Sprache zu tun habe? 


Ja, tatsächlich! Ich verdiene unsere Brötchen damit, Kindern und Erwachsenen therapeutisch beiseite zu stehen, wenn sich Sprech- bzw. Sprachauffälligkeiten in der natürlichen Entwicklung oder aber beispielsweise nach einem Schlaganfall zeigen. Lustige Kinderäußerungen höre ich also fast täglich und analysiere sie dann auf mögliche Begründungen. Sind die Wörter einfach nur falsch eingeprägt – weil sie von den Kindern im Lernprozess falsch wahrgenommen wurden – oder stecken andere Gründe wie zum Beispiel Artikulationsstörungen dahinter, die das Kind immer von “Tüten” sprechen lassen, wenn es kleine flauschige Küken sieht, eben weil es den Laut “K” noch nicht erworben hat. Gerade durch solche noch nicht erworbenen Laute entstehen so viele falsch gesprochene Worte, die zum Teil ziemlich hartnäckig im kindlichen Wortschatz vorhanden sind! Aber mit viel Übung ist noch aus jedem “Sneemann”, jeder “Ratete” und jedem “Dras” ein schöner Schneemann, eine rasante Rakete und grünes Gras geworden!



Von einfachen Silben zur komplexen Sprache


Habt Ihr Euch mal überlegt, wie faszinierend Sprechenlernen eigentlich ist? Noch bevor wir als Baby auf die Welt kommen, war der Sprachlernprozess im Mutterleib längst in Gange. Dort hören wir nämlich neben Mamas Herzschlag die ersten Laute und verinnerlichen den Klang unserer Muttersprache. Einige Monate nach der Geburt beginnen Babys die Eigenheiten ihrer Umgebungssprache zu entschlüsseln und erkennen wo ein Wort beginnt und endet. Hierfür benötigen sie neben viel sprachlichen Input auch Blickkontakt, Rückmeldung und Motivation, um Sprechfreude zu entwickeln und stetig dazu zu lernen. Wenn die Kleinen im Alter rund um den ersten Geburtstag das erste mal “mama” oder “papa” plappern, sind wir als Eltern ganz entzückt und freuen uns über jedes weitere Wort, das dazugewonnen wird.


Bis Kinder grammatisch fehlerfreie, komplexe Sätze sprechen können, vergehen einige Jahre. Zwischenzeitlich muss nämlich noch so viel anderes gelernt werden, angefangen von der Bildung der einzelnen Sprachlaute, bis hin zu den sprachtypischen Betonungsmustern, der Verknüpfung der erlernten Wörter mit Bedeutungen, dem Umgang mit verschiedenen Wortarten, sprachspezifischen Satzstellungsmustern und grammatische Regeln und Problemen wie der komplizierten Pluralbildung, der nicht weniger komplizierten Artikelsetzung und so viel mehr! Sprechenlernen ist eine Meisterleistung! Und da noch kein Meister vom Himmel gefallen ist, kann es im Laufe der Sprachentwicklung immer mal wieder zu zuckersüßen Kindermund-Wörtern kommen! Ein paar von Aimees Wortschöpfungen möchten wir Euch nun erklären!



“Mama, was du mir manchmal sagst, ist mir auch ein Rätsel!”


Ganz oben im Titelbild habt Ihr ja schon einige Wortschöpfungen sehen können, die Aimee etwa im Alter von 2 bis 4 Jahren geäußert hatte. Auch wenn keines dieser Wörter im deutschen Wortschatz vorkommt, konntet Ihr Euch sicher zusammenreimen, was sie wohl damit gemeint hatte – entweder weil es vom Klang her einem deutschen Wort ähnelt oder weil der Sinn des Wortes erkennbar war! Für alle, die jedoch keine Idee haben, kommt hier nun die Auflösung:


Stinkhörnchen – Klein Aimee und ich hatten uns ein Bilderbuch mit Tieren angeschaut, plötzlich entdeckte sie darin ein Eichhörnchen und irgendwo auf derselben Seite ein Stinktier. Als sie es mir zeigen wollte, wurde aus letzterem spontan ein Stinkhörnchen! Süß, oder?


Pfefferbömse – Um an dieser Stelle keine Werbung für eine bestimmte Marke zu machen, verraten wir Euch hier nur, dass wir schon immer eine Vorliebe für pfefferminzige Dragees hatten! Klein Aimee konnte unsere Packung nicht in meinem Rucksack finden und fragte sich laut, wo nur die Pfefferbömse abgeblieben waren!



Zuckerratte – Pünktlich zur Vorweihnachtszeit war mal wieder ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt in Brandenburg geplant! Klein Aimee freute sich schon tagelang darauf und fragte mich voller Vorfreude, ob ich Ihr dort auch eine Zuckerwatte kaufen würde! Falsch wahrgenommen und eingeprägt wurde aus dem Wort aber spontan eine Zuckerratte!


Fitnix-Training – Als Aimee noch klein war, haben wir oft zusammen auf dem Boden geturnt und ich hatte sie auf meinen Beinen mehrmals in die Luft fliegen lassen! Ein tolles Fitness-Training! Nur laut Aimee brachte es wohl nicht viel … Nix mit Fitness!


Ottairsischer – Die Hintergrundstory dieses Wortes habe ich leider vergessen, aber Ihr habt sicher erkannt, dass es sich hierbei um einen Außerirdischen handelt! Allerdings keiner von der guten Sorte, denn laut Klein Aimee war das “ein böser Ottairsischer!”



“Mama, du kennst so viele Wörter!” Welche denn? “Na, PC und so!”


Schon geschmunzelt? Dann kann es ja nun mit den Wörtern bzw. Sätzen weitergehen, die Ihr schon oberhalb und auch weiter unten in den Sprechblasen lesen könnt! Auch hierzu gibt es noch ein wenig zu erzählen …


Mmmhh Laddeldaddelda – Wer liebt sie nicht, die süße Schokolade? Wir auf jeden Fall, zumindest früher noch mehr als heutzutage! Das Wort Schokolade mit seinen vielen Silben konnte Aimee damals nicht aussprechen, stattdessen fragte sie eine kurze Zeit lang nach Laddeldaddelda, wenn sie Appetit auf Süßes verspürte. Viel leichter hatte sie es sich damit aber nicht gemacht, denn Ihre Wortschöpfung hatte sogar noch eine Silbe mehr!


Mama du musst noch den Bäcker stellen – Es ist wirklich erstaunlich, die falsche Aussprache “Bäcker” für Wecker höre ich ganz oft in meinem Praxisalltag. Liegt vermutlich am ähnlichen Klang, dass so viele Kinder sich das Wort falsch eingeprägt haben … so auch Aimee damals!


Ich bin Tomwürstchen und du bist die Könija – Wie musste ich schmunzeln, als ich damals das allererste Mal Aimees falsche Aussprache von “Dornröschen” hörte! Und auch heute noch ist Tomwürstchen eins meiner Lieblings-Kindermund-Wörter. Wie sie nur darauf kam, kann ich Euch gar nicht erklären. Vielleicht, weil sie einen Tom kannte und gern Würstchen mag und beide Wörter annähernd wie “Dorn” und “Röschen” klingen. Auf jeden Fall so süß! Genauso wie “Könija”.



Eine Kuh hat eine Melke unterm Bauch – Treffend beschrieben, nicht wahr? Ich kann mich leider nicht mehr erinnern, wie alt Aimee war, als sie diesen süßen Satz äußerte, aber auf jeden Fall war das passendere Wort noch nicht in ihrem Wortschatz verankert! “Melke” ist aber irgendwie klangschöner, findet Ihr nicht auch?


Wenn ich groß bin, will ich Salamiverkäuferin werden – Was wolltet Ihr denn mal werden, wenn Ihr groß seid? Aimee hatte als Kind so einige Wünsche und nicht alle davon konnte sie schon richtig (aus-)sprechen! Neben Salamiverkäuferin – weil sie die damals schon unheimlich gern aß – unter anderem auch Köchlerin oder eine Frau Arztdoktor! Auch so drollig, oder?


Mami, du musst bei www.internet.de gucken und da findest du das!  – Ah! Okay, super! Warum hab ich damals nicht selbst daran gedacht?!? Was genau ich suchen und finden sollte, weiß ich nicht mehr, aber der Ratschlag war einfach zu drollig, so dass er auch in unserem Notizbüchlein verewigt wurde!



Das Shampoo ist von Blondkopf – Aimees Haare sind seit der Kindheit sehr nachgedunkelt. Als kleines Mädel war sie noch viel blonder, weshalb sie vermutlich eine Vorliebe für das Shampoo von “Blondkopf” hatte. Ich nutze stattdessen immer die Marke “Braunkopf” und Ihr?


Wenn Heißsommer ist, darf ich dann ein Kleid mit Söckchen zur Schule anziehen? – Aber natürlich, meine Süße! Wenn es wirklich so heiß wird, dann darfst du das! Mal schauen, wie heiß der Sommer 2019 wird!


Mami, ich bin die Tennisspielerin und du die Tennisschlägerin – Autsch! Das klingt irgendwie schmerzhaft aber auch super treffend! Ich glaube, wir müssen mal wieder eine Partie spielen, jetzt wo das Wetter so angenehm geworden ist! Mögt Ihr Federball auch so gern wie wir?



Tja und damit sind wir nun auch am Ende unseres Beitrags zu Maries toller Blogparade angekommen. In unserem Notizbüchlein gab es noch so viele andere kleine sprachliche Köstlichkeiten zu entdecken, aber man soll ja immer dann aufhören, wenn es am Schönsten ist. Wir hoffen, wir haben Euch mit unserem Beitrag zum Schmunzeln bringen können! Und solltet Ihr an der ein oder anderen Stelle sogar laut losgelacht haben, dann könnt Ihr Euch mit Aimee die Hand reichen, die sich vor ein paar Tagen köstlich amüsierte, als sie all ihre lustigen Wortkreationen nochmal nachlesen konnte!


Deswegen unsere Empfehlung an Euch! Schreibt Euch die besten Kindermund-Wörter Eurer Kleinsten auf, denn sie sind Gold wert! Glaubt uns, Ihr werdet Euch in ein paar Jahren noch mal sehr darüber freuen! Es wäre ja zu schade, wenn all diese weisen und lustigen Worte und Äußerungen in Vergessenheit geraten! Nicht wahr?



Welche lustigen Kindermund-Wörter habt Ihr schon gehört und nie vergessen?

Welche von Aimees Wortschöpfungen gefällt Euch am besten?




34 Comments

      • Michelle

        Ah nein wie drollig! Tomwürstchen ist mein Favorit 😀
        Mein Neffe wird drei und spricht auch ganz fleissig. Ein Waschlappen ist z.B. ein Plapplappen. Es ist wirklich süß, was da manchmal aus den Kiddies kommt 🙂

        <3
        Michelle

        • SimplyJaimee

          “Plapplappen” ist ja auch toll 🙂 Auf Arbeit hab ich auch schon so viele lustige Wortkreationen gehört!

  • Avaganza

    Das sind ja witzige Wortkreationen und richtig entzückend. Pfefferbömse finde ich super ;-). Meine Tochter hat witziger Weise gleich alle Worte richtig ausgesprochen und gesagt. Mein Kleiner hatte auch viele lustige Wortkreationen. Die haben wir für ihn alle zusammengeschrieben.

    lg
    Verena

    • SimplyJaimee

      Hallo Verena, finde ich voll toll, dass Ihr die lustigsten Wörter Eures Kleinsten alle aufschreibt! So geraten sie nicht in Vergessenheit 🙂

  • SannesBlock

    Kindermund ist so erfrischend. Mein Sohn meinte einmal, guck da ist ein toter Fisch, der lebt noch. Weil der tote Fisch durch die Wellen bewegt wurde. Oder wir sagen auch heute noch Iddede, statt Idee.

    Liebe Grüße
    Susanne

  • Sweetazaleea

    Hallo:)
    Das sind echt lustige Wörter die deine kleine sagt/ gesagt hat.
    Das FitNix-Training Wort hat mir am besten gefallen.
    Bestimmt kamen lustige Wörter zu Munde,, ich jetzt leider nicht mehr weiß.
    Lg:*

  • Antje M.

    Das sind echt lustige Wortschöpfungen. Ich kann mich nur erinnern, dass meine jüngste Tochter lange kein “K” sprechen konnte. Da hörte sich vieles sehr lustig an. Hätte ich mal auch alles aufgeschrieben. Meine Enkeltochter, inzwischen 14, meinte vor einigen Jahren zu mir (da war sie 6 und ich 49) “Oma, wie habt Ihr nur früher überlebt?” Ähm, was meinst Du Tessa? “Na, so ohne Strom und Kühlschrank z.B…” Hust, spätestens da wusste ich, dass jetzt zu den Dinosauriern gehöre:-)

    LG Antje

    • SimplyJaimee

      Lach, wie süß 🙂 Ja, bei den Kleinen kommt man sich manchmal vor, als käme man aus der Steinzeit oder hätte die Dinos noch live gesehen 😉

  • Christina Jade

    Das sind ja echt mal lustige Kreationen bei. Aber Fitnix- Training ist auf jeden Fall mal mein Favorit. Die Tochter einer Freundin hat zu Schokolade immer Gaggu gesagt. Warum, das weiß bis heute keiner. Da war sie auch nicht von abzubringen.

    Liebe Grüße,

    Christina Jade

    • SimplyJaimee

      “Gaggu” finde ich ja mal spannend für Schokolade 🙂 Hat ja so gar keine Ähnlichkeit! Aber kurz und knackig, gefällt mir 😉

  • Franziska

    Wie süß! Sprache ist wirklich faszinierend. Ich arbeite mit jungen Migranten, die auch gerade noch Deutsch lernen und hatte davor in einer Kinderkrippe gearbeitet. Da hört man teilweise unheimlich interessante Dinge. Die Tochter einer Freundin hatte mich als sie drei war beim EInkaufen mal gefragt, ob ich noch “Stöpsel” zuhause habe. Sie meinte Tampons. Sie hatte die wohl bei mir im Bad gesehen und dann im Regal wieder erkannt. :’D

    Liebe Grüße!

  • Anonymous

    Hallo ihr lieben,
    Danke für so viel Kindermund! Ichmusste sehr grinsen und am liebsten mag ich Pfefferbömse. 😀

    LG

  • Anika

    Ach Gott, was für ein süßer Beitrag. Ich musste ein paar Mal sehr schmunzeln.
    Ich kann mich an meine eigenen Aussprüche aus der Kindheit leider nicht mehr so erinnern und meine Eltern haben, soweit ich weiß, auch nichts davon aufgeschrieben (Übrigens eine sehr coole Idee von dir, ich glaube, dass mach ich später bei meinen Kindern auch).
    Ich weiß allerdings noch, dass ich lange Zeit dachte, dass laute Gerät, das Mama immer zum Putzen benutzt, hieße Saugstauber und wenn ich etwas wissen wollte, sollte mein Vater nicht auf http://www.internet.de gehen, sondern das bitte “goggeln” 😀

  • Bettina

    Hallo Jana, herrlich 🙂 Kindermund tut Wahrheit kund, vielleicht kennst du das alte Sprichwort? Mir gefällt am besten das mit dem Tennisschläger: Mami, ich bin die Tennisspielerin und du die Tennisschlägerin – oh je, da musst du aber echt was aushalten… liebe Grüße und Danke für den amüsanten Bericht, Bettina

    • SimplyJaimee

      Ja, das alte Sprichwort kenne ich noch und da ist wirklich was dran 🙂 Ich höre es ja so oft auf der Arbeit!!!

  • Cristina

    Die Kategorie Kindermund kenne ich, da ich Erzieherin von Beruf bin und die liebe Marie kenne ich von den Kneipp-Vips.
    Die Wortschöpfungen der Kinder sind manchmal schon ziemlich kurios und bringen mich unfreiwillig zum Schmunzeln.
    Aber auch die Fantasie der Kinder hat einiges zu bieten.
    Die bisher beste Wortschöpfung stammt von der Tochter einer Kollegin, welche zu Seifenblasen Scheißenbasen sagte – da konnte selbst die Mutter nicht ernst bleiben!

    Lieeb Grüße, Cristina

  • Andrea

    Ich wusste noch nicht was du beruflich machst, das klingt wirklich sehr spannend! Als Kind hatte ich auch lustige Wörter erfunden. Ich habe statt Schwarz sowas wie Raaaaatz gesagt zum Beispiel 😀

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.