Hallo Ihr Lieben,
schön, dass Ihr so schnell vorbeikommen konntet! Unser nächster Auftrag kam nämlich gerade hereingeflattert! Und während Ihr Euch setzt, fasse ich den Fall schon mal kurz zusammen – also passt gut auf: Ein gewisser Heribert Karimo von der Wohnhaft Immobilien GmbH hat uns gebeten, die Geschichte eines geheimnisvollen Lost Place mitten im Sauerland zu rekonstruieren. Dabei handelt es sich um einen großen, eigentlich leerstehenden Gebäudekomplex hinter einer schlossartigen Villa, der in den frühen 1950er-Jahren als Kurhotel genutzt wurde. Im Juni vergangenen Jahres brannte jedoch ein Teil des besagten Gebäudes ab – wieso, weshalb, warum … ist bis heute unklar. Der Brand muss durch plötzlichen Starkregen gelöscht worden sein, denn die Feuerwehr wurde nie verständigt. In seinem Schreiben heißt es noch: „Bevor wir jedoch mit der Sanierung beginnen können, möchten wir in Erfahrung bringen, was an diesem nun verlassenen Ort mitten im Wald, weit jenseits der Zivilisation, eigentlich vorgegangen ist.“
Denn dieses „leerstehende“ Hotel war länger belebt, als man vermuten würde …

… und diente scheinbar einem geheimen Zweck!
Also ich weiß ja nicht, wie es Euch geht – aber mein Interesse an diesem Fall war sofort geweckt, nachdem ich den Brief an mich … äh, ich meine natürlich an das Detektivbüro Möllker, dessen Leitung ich für einen Nachmittag überehmen durfte, gelesen hatte! Denn erstens finde ich Lost Places an sich unglaublich faszinierend – und zweitens hat unser Auftraggeber von der Wohnhaft Immobilien GmbH gleich eine ganze Reihe an Beweismitteln mitgeschickt, die einen spannenden Rätselnachmittag bzw. einen neuen Detektivauftrag versprechen!
„Was für Beweismittel denn?“ Oh, ich sehe schon – Ihr seid genauso begierig darauf, den Fall zu lösen wie ich! Also gut: Schnappt Euch einen Kaffee oder ein anderes Getränk, das Euren Geist wachhält … und räumt schon mal den Tisch frei! Denn wir müssen zuallerst Platz schaffen für den Grundrissplan aus dem Jahr 1972 – angefertig von den Dipl.-Ingenieuren Brüder Hinz und Kunz, der die Modernisierungsmaßnahmen dieses Areals in den 70er Jahren zeigt! Darauf zu sehen: Die Grundrisse beider, zuvor erwähnter Gebäude plus die vom Feuer zerstörten Anbauflächen.
„Aber müssten wir für die Rekonstruktion der Geschehnisse nicht vor Ort sein?“

Nicht nötig! Herr Karimo hat uns nämlich noch weitere Beweismittel zur Verfügung gestellt: Und zwar ganze 14 Fotos, eine Tagebuchseite, einen alten Brief, ein Flugticket vom Juni letzten Jahres, einen angesengten Brief plus eine ebenfalls angesengte Notiz, ein geheimnisvolles Kärtchen ohne Beschriftung, eine Drehscheibe mit einem Code und sogar eine Goldmünze! Alles zwischen den verbrannten Trümmern des leerstehenden Anbaus entdeckt!
Die großen Fragen lauten nun: Wie viele Personen hielten sich kurz vor dem Brand an diesem Ort auf? Wie lautet der Name der geheimnisvollen Gruppierung – und welches Ziel verfolgten sie? Die codierten Passagen in den zuvor genannten Beweisunterlagen lassen jedenfalls auf ein geheimnisvolles Vorhaben schließen. Offenbar wollte hier jemand sicherstellen, dass die darauf enthaltenen Informationen nur von Eingeweihten verstanden werden konnten …
Und was hat es mit dieser Münze auf sich?
… auf der ein prächtiger Hirsch vor einem Waldstück zu sehen ist! Ein Wappen vielleicht? Ein geheimes Erkennungszeichen? Oder sogar das Emblem der Gruppierung selbst? Fest steht: Die Hitze und der Ruß haben viele Beweismittel beschädigt oder zum Teil unkenntlich gemacht – doch gerade das macht die Suche nach der Wahrheit und den verräterischen Spuren in der Asche so spannend!

Also schnappt Euch ein Schreibuntensil Eurer Wahl …
… denn nachdem Ihr Euch in aller Ruhe durch die Beweismittel gearbeitet, jedes Detail begutachtet und fleißig Hinweise miteinander kombiniert habt, wartet am Ende ein Fragebogen mit insgesamt acht Fragen auf Euch, von deren korrekter Beantwortung nicht nur Eure Wertung, sondern auch Eure „Bezahlung“ abhängt … Denn wenn wir – oder Ihr – fünf oder mehr Fragen falsch beantworten, möchte der gute Heribert doch glatt noch einmal über unser Honorar verhandeln – und darauf können wir ja nun wirklich verzichten, oder?
Ach bevor ich es vergesse: Ich würde Euch dringend davon abraten, den Spuren in der Asche vom frechverlag unbedingt am 15. März folgen zu wollen, denn heute ist nicht nur bundesweiter Tag der Druckkunst, sondern auch der berüchtigte Alles-was-Du-denkst-ist-falsch-Tag – und dieser Name verspricht ja schon einen Denkfehler nach dem anderen. Hihi!

So, bevor ich unsere einleuchtenden Ermittlungsergebnisse an die Wohnhaft Immobilien GmbH „übermitteln“ werde, möchte ich mich noch ganz herzlich bei Laura vom frechverlag bedanken, die mir diesen fantastischen Mystery-Spielspaß für diesen Blogbeitrag kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt hatte! Natürlich hat das meine Meinung in keinster Weise beeinflusst – großes Hobby-Detektivinnen-Ehrenwort!

Kanntet Ihr diese coole Rätselbox vom frechverlag bereits?
Würdet Ihr diesen Fall lieber allein oder in einer motivierten Gruppe lösen wollen?
Welches der hier gezeigten Beweismittel hat Euch am meisten neugierig gemacht?



