Spieletest

Abseilen, Sammeln, Siegen: Das ist DOWN – Expedition: Schatzjagd von EMF (Werbung)



Hallo Ihr Lieben,


sagt mal, wusstet Ihr schon, dass unter unseren Füßen noch immer unzählige Schätze verborgen liegen könnten, obwohl die Menschheit schon seit Jahrhunderten in den Tiefen der Erde danach sucht? Besonders in den schwer zugänglichen Regionen der Welt oder tief unter alten, verlassenen Stollen und aufgegebenen Minen werden noch immer Vorkommnisse wertvoller Edelsteine und/oder Goldadern vermutet, die insgeheim nur darauf warten, irgendwann entdeckt zu werden. Kein Wunder also, dass uns die Vorstellung von mutigen Schatzjägern noch immer fasziniert, doch stellen wir sie uns heute nicht mehr mit Hacken, Schaufeln und flackernden Fackeln vor, sondern mit modernstem Equipment wie Helmen mit Lampen, Dynamitstangen und speziellem Werkzeug, das sie noch tiefer und tiefer in die Erde führt– getrieben von unerschütterlicher Neugier und der Hoffnung auf einen ganz besonderen Fund! Und genau dieses zeitlose Abenteuergefühl greift Down – Expedition: Schatzjagd von EMF auf und verwandelt es in ein spannendes Spiel für Abenteurer wie Euch und mich, die ihre Schätze lieber im heimischen Wohnzimmer suchen, anstatt sich durch enge Schächte in dunklen Höhlen zu kämpfen!



Aber hättet Ihr gedacht, dass Ihr bei dieser Schatzjagd auch auf Trolle treffen könntet?


Auf den 57 Chips des Spiels von Spieleautor Reiner Knizia gibt’s viel zu entdecken! Wertvolles und nicht so Wertvolles!



Haha, ja tatsächlich! Doch bevor ich auf die kleinen, grünen und vermutlich auch frechen Bewohner unserer Schatzhöhle zu sprechen komme, zeige ich Euch erstmal, mit welchen Kostbarkeiten Ihr und Eure Mitspieler belohnt werden könnten, wenn Ihr es bis ans Ende des langen, dunklen Abstiegs schafft! Denn auf dem Weg nach unten begegnen Euch nicht nur funkelnde Rubine, leuchtende Smaragde, violette Amethyste, tiefblaue Saphire und mir unbekannte gelbe Edelsteine – vielleicht Topase oder Zitrine – in unterschiedlichen Größen, sondern auch ein extra schwerer Goldklumpen, eine Schatztruhe, eine Krone und ein Kelch aus purem Gold … also auch Schätze, die die Trolle vor unzähligen Jahren tief unten in der Erde versteckt haben müssen – vielleicht, um zu sehen, wer mutig genug ist, sie zu finden.



Ach, Moment mal! Habe ich das gerade richtig vernommen? Ihr seid mutig genug? 


Na, dann schnappt Euch schnell Euer Seil, klemmt die funktionsfähigen Lampen an die Helme und macht Euch bereit! Doch wer darf in DOWN den ersten Schritt in die dunkle Höhle wagen? Die Antwort lautet immer: der Seilführende – und den bestimmt Ihr vorher mit einem Würfelwurf – wobei die höchste Augenzahl den Anführer für den Spielstart festlegt!


Auf ins Abenteuer: Als Seilführende (grüne Spielfigur) darf ich zuerst würfeln und entscheiden, ob ich das Ergebnis nutzen will!



Sobald die Spielerreihenfolge für die erste Runde feststeht, beginnt der oder die Seilführende – in diesem Fall ich – zu würfeln … „Oh eine Drei“ verkünde ich kurz darauf und habe danach die Wahl, das Würfelergebnis selbst zu nutzen oder es meinem Mitspieler im gelben T-Shirt zu überlassen! Nach kurzer Abwägung entscheide ich, mich drei Felder tiefer in die Höhle abzuseilen, um an dieser Stelle die funkelnde Goldmünze einzusammeln, mit der ich mir im weiteren Spielverlauf ein Wagenplättchen vom Spielfeldrand kaufen könnte – sollte es mir gelingen, noch eine Goldmünze zu erhaschen! Mein gelber Mitspieler geht in dieser Runde leer aus, wird aber in der nächsten Runde zum Seilführenden, da er nun aus meiner Position aus betrachtet über mir in der Höhle steht!



Bis hierhin verstanden? Sehr gut … 


Dann kann das stetige Würfeln und Abseilen ja weitergehen, bis einer von uns beiden auf einen der vier Höhlentrolle stößt! „Ach herrje, da ist ja auch schon einer!“, ruft mein gelber Mitspieler erschrocken – ohne zu ahnen, dass ihm besagter Troll gleich einen Haufen Glück bescheren könnte. Es gibt nämlich zwei Arten von Trollen in dieser Schatzhöhle: Die eine hat einen hellgrünen Hintergrund und klettert gern hinauf zum Licht – wer sie erwischt, darf sich ein beliebiges Plättchen oberhalb der eigenen Spielfigur aussuchen. Der dunkelgrüne Troll hingegen klettert lieber hinab in die Höhle und ermöglicht es, sich ein beliebiges Plättchen unterhalb der eigenen Spielfigur zu schnappen. In beiden Fällen bleibt die Figur aber an der Stelle stehen, an der das jeweilige Trollplättchen eingesammelt wurde!




Die kleinen, frechen Trolle lassen sich also strategisch nutzen …


… um Euch genau die Plättchen zu sichern, die Ihr für wertvolle Sets sammeln möchtet. Und hier kommt noch ein kleiner, aber fieser Kniff: Schon zwei Plättchen eines Sets reichen aus, um die restlichen Plättchen aus der Höhle nehmen oder sie den Mitspielern wegschnappen zu können!


Deshalb lautet mein Tipp an dieser Stelle auch: Wägt immer gut ab, ob es sich lohnt, die Seilführung und damit die Erstentscheidung Eures Würfelwurfs aufzugeben, nur um ein Plättchen einzusammeln, das Euch vielleicht gar nicht so viel nützt. Denn Down – Expedition: Schatzjagd ist ein taktisches Abenteuerspiel, bei dem kluge Entscheidungen, strategisches Abwarten und das geschickte Nutzen der Trolle oft den Unterschied zwischen einem kleinen Fund und einem großen Schatz ausmachen!


Am Ende der Schatzhöhle warten ein furchteinflößende Drache und ein letztes Wagenplättchen mit dem Punktwert 6 auf Euch!



Konnte ich Euch neugierig auf die Schatzjagd fürs Wohnzimmer machen?


Dann verrate ich Euch noch schnell, dass der Spielekarton mit seinen ca. 10 x 13 cm erfreulich klein, das Spielbrett ausgeklappt aber ausreichend groß ist, um das Spiel mit bis zu 5 Personen ab 8 Jahren spielen zu können! Warum ich die Größe erwähne? Ganz einfach: Kleine Spiele passen noch in jeden Spieleschrank, lassen sich problemlos mitnehmen und eignen sich perfekt, um sie auch mal im Hotelzimmer oder bei Freunden zu spielen. Und Spiele von Reiner Knizia kann man sowieso immer empfehlen! Oder was meint Ihr?


So, bevor ich schon bald weitere Schätze mit Euch teile, möchte ich mich noch ganz herzlich bei Jasmin von EMF bedanken, die mir dieses spannende Spiel freundlicherweise und kostenlos für diesen Beitrag zur Verfügung gestellt hatte. Natürlich wurde meine ehrliche Meinung davon in keinster Weise beeinflusst – großes Schatzjägerehrenwort!


Am Ende der Schatzjagd wird Bilanz gezogen: Gelb erreicht 33 Punkte, ich 36 – das war Spannung bis zum Schluss!



Kanntet Ihr dieses tolle Schatzsucher-Spiel im praktischen Miniformat bereits?

Habt Ihr ein Sammelset im Auge, das Ihr zuerst vervollständigen wollen würdet?

Besitzt Ihr schon ein Spiel, bei dem Taktik genauso wichtig ist wie Würfelglück?




10 Comments

  • Saskia Katharina

    Hallo Jana,

    dein Beitrag ist richtig spannend zu lesen! Ich finde es toll, wie lebendig du die Spielmechanik und die Abenteuerstimmung von „Down – Expedition: Schatzjagd“ beschreibst. Man bekommt richtig Lust, selbst die Seilführung zu übernehmen, die Trolle clever zu nutzen und auf Schatzsuche zu gehen. Deine detaillierten Erklärungen machen das Spiel sofort greifbar und nachvollziehbar.

    Ich wünsche dir einen schönen Tag!

    Herzliche Grüße,
    Saskia Katharina

  • Sabine

    Das klingt ja nach einem richtig spannenden Spiel! Besonders die Sache mit den Trollen und den Sets finde ich interessant. Das kommt direkt auf meine Wunschliste!

  • Lisa

    Das tolle Schatzjägerspiel kannte ich tatsächlich noch nicht – es würde sich aber hervorragend für eine unserer vielen Bahnfahrten anbieten. Da ist ein kleines Packmaß immer sehr wichtig. 🙂

    Wir haben am Wochenende ein Spiel gespielt, bei dem es sowohl auf Würfelglück, als auch auf Taktik ankommt: Crazy Race von Ravensburger. Mit meinem Würfelglück war ich als erste im Ziel, aber durch seine gute Spieltaktik konnte mein Mann mich trotzdem noch ganz knapp überholen. Auch ein sehr spannendes Spielprinzip.

    Liebe Grüße, Lisa

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