Hallo Ihr Lieben,
hach, wer hätte gedacht, dass heute schon der Buchstabe H an der Reihe ist? Irgendwie habe ich das Gefühl, wir hätten doch gerade erst mit dem A begonnen, und nun sind wir tatsächlich schon beim achten Buchstaben unseres Alphabets angelangt. Und ich kann nur sagen: Je weiter diese kleine Reise voranschreitet, desto mehr merke ich, wie viele (kleine) Dinge es eigentlich gibt, die mir im Alltag Freude bereiten. Manche Begriffe schwirren mir direkt im Kopf herum, andere entdecke ich erst später beim genaueren Nachdenken. Und genau das macht diese Reihe für mich so spannend: Denn hinter jedem Buchstaben verstecken sich neue Erinnerungen, Lieblingsdinge und persönliche Glücksmomente. Doch bevor wir uns anschauen, welche kleinen Freuden ich mit dem H verbinde, reisen wir erst einmal wieder ein kleines Stück zurück in die Vergangenheit. Denn Ihr wisst ja: Die Geschichte unserer Buchstaben ist für mich mindestens genauso spannend wie die Wörter, die daraus entstehen.
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Der Buchstabe H hat eine lange Reise hinter sich, denn seine Geschichte beginnt bereits vor mehr als 3.000 Jahren – und zwar bei den Phöniziern, die eines der ersten Alphabete entwickelten. Dort gab es den Buchstaben „Chet“ (auch „Het“ oder „Heth“ genannt), der ursprünglich für einen Laut stand, der ungefähr wie ein raues „h“ aus dem Rachen klang. Die Griechen übernahmen diesen Buchstaben später und machten daraus ihr „Eta“, das zunächst noch für einen H-Laut stand, später aber in vielen griechischen Dialekten als Vokal verwendet wurde. Über die Etrusker gelangte der Buchstabe schließlich zu den Römern, die ihn wieder als H-Laut nutzten und daraus unser heutiges H entwickelten. Besonders spannend finde ich, dass sich die Form dieses Buchstabens über die Jahrhunderte erstaunlich wenig verändert hat. Doch nicht nur seine Geschichte ist interessant – auch seine Rolle in unserer Sprache ist vielseitig. Das H kann nämlich einen eigenen Laut darstellen, wie in „Haus“ oder „Hund“, in Lautverbindungen wie CH, PH oder SCH auftauchen oder als sogenanntes Dehnungs-H anzeigen, dass ein Vokal länger gesprochen wird, wie bei „Zahl“ oder „sehen“. Faszinierend, oder? So viel Geschichte versteckt in einem einzigen Buchstaben!
H wie Häkeln

Manchmal braucht es nur einen kleinen Anlass, damit eine alte Leidenschaft wieder zum Leben erwacht. Genauso war es bei mir mit dem Häkeln. Gelernt habe ich es tatsächlich schon in der Schule, aber danach hatte ich bis ins Erwachsenenalter keine Häkelnadel mehr in der Hand. Erst als meine Tochter ein paar Jahre alt war, packte mich plötzlich wieder die Lust, mit Wolle und Nadel etwas Eigenes entstehen zu lassen. Und so entstanden Kuscheltiere, kleine Amigurumis, Decken, Kissen und sogar Kleidungsstücke. Leider musste ich das Häkeln vor ein paar Jahren – mehr oder weniger – aufs Eis legen, weil ich eine Zeit lang mit unerklärlichen Schmerzen in den Händen zu kämpfen hatte. Seitdem kommt meine Häkelnadel nur noch selten zum Einsatz, obwohl ich dieses Hobby und die Ruhe, die es mir geschenkt hat, eigentlich sehr vermisse. Aber ganz verabschiedet habe ich mich noch nicht davon – denn in meinem Bettkasten wartet noch eine riesige Menge wunderschöner Wolle darauf, irgendwann wieder hervorgeholt und in etwas Neues verwandelt zu werden.
H wie Hygge

Apropos Wolle … ganz oft entstehen beim Häkeln nicht nur schöne Dinge, sondern auch Erinnerungen, die bleiben. Eine ganz besondere Erinnerung führt mich zurück in den Sommer 2017, als ich bei einem großen Häkelprojekt von Scheepjes – einem sogenannten CAL (Crochet Along) – mitgemacht hatte. Das Thema dieses Projekts war „Hygge“ und am Ende entstand ein wunderschöner Schal, den ich auf der Rückseite sogar noch mit einem flauschigen Stoff ergänzt hatte. Das Ergebnis verlinke ich Euch gern nochmal HIER. Aber was steckt eigentlich hinter diesem besonderen Begriff? Ich verrate es Euch gern: „Hygge“ kommt aus dem Dänischen und lässt sich gar nicht so einfach mit nur einem Wort übersetzen. Es geht um dieses besondere Gefühl von Gemütlichkeit, Wärme und Geborgenheit. Um Momente, in denen man sich einfach wohlfühlt und den Alltag für einen Augenblick langsamer werden lässt. Eine kuschelige Decke, warmes Licht, eine Tasse Tee, ein gutes Buch, ein gemütlicher Abend auf dem Sofa oder liebe Menschen um sich herum – all das kann ein kleines bisschen Hygge sein. Für mich bedeutet Hygge vor allem, sich bewusst Zeit für die schönen kleinen Dinge zu nehmen und eine Atmosphäre zu schaffen, in der man gerne verweilt. Es muss dabei gar nichts Besonderes oder Perfektes sein – oft sind es gerade die einfachen Momente, die sich am schönsten anfühlen.
H wie Herbst(stimmung)

Ich habe lange überlegt, ob ich den Herbst hier einfüge, denn meine Beziehung zu dieser Jahreszeit ist ein kleines bisschen zwiegespalten. Ja, ich liebe die Stimmung, die Farben und all die kleinen gemütlichen Momente, die der Herbst so mit sich bringt – aber ich weiß auch, was danach kommt: der Winter. Und mit dem kann ich mich ehrlich gesagt überhaupt nicht anfreunden. Die kurzen Tage, die Kälte und das fehlende Licht machen diese Jahreszeit für mich jedes Jahr zu einer echten Durststrecke … weshalb ich auch immer ziemlich traurig bin, wenn der Sommer zu Ende geht und der Herbst anklopft! Gleichzeitig wäre es aber auch schade, diese wunderschöne Jahreszeit mit all ihren kleinen Besonderheiten nicht zu erwähnen. Denn der Herbst ist einfach eine wahre Augenweide! Und manchmal auch ein echtes Geschmackserlebnis! Hihi, Ihr wisst bestimmt schon, worauf ich anspiele: Ja, ich liebe es, mit Elfie in den Wald zu ziehen und auf Pilzsuche zu gehen … die fast einer Schatzsuche gleicht – denn viel zu oft läuft man eine ganze Weile herum und findet kaum etwas – und dann steht plötzlich ein wunderschöner Pilz vor einem und man freut sich wie ein kleines Kind. Ja, das ist eindeutig mein liebstes Herbsterlebnis! Und was darf bei Euch im Herbst auf keinen Fall fehlen?
H wie Hunde- und Katzenvideos

Da ich selbst mit einem Hund und einer Katze zusammenlebe, weiß ich natürlich, wie viel Freude diese kleinen Fellnasen in den Alltag bringen. Ihre Eigenheiten und ihre vielen lustigen Momente sorgen immer wieder für kleine Glücksmomente. Und genau deshalb schaue ich auch so gerne anderen Tieren zu. Ein Beispiel dafür sind Ollie und Tato – zwei Labradore aus Großbritannien, die ich vor einigen Jahren auf Instagram und TikTok entdeckt habe. Die beiden nehmen ihre Zuschauer auf amüsante Weise mit durch ihren Alltag und schaffen es jedes Mal wieder, mir ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Hach, ich könnte den beiden Rabauken (vor allem Tato) wirklich stundenlang zuschauen. Und jetzt bin ich neugierig: Wer von Euch kennt die beiden auch schon?
H wie Haargummis

Lange Haare zu haben, ist etwas Schönes (vor allem, weil mir als Kind oft Kurzhaarfrisuren verpasst wurden!). Aber wer selbst welche hat, weiß auch: Es gibt diese Momente, in denen ein Haargummi plötzlich zum wichtigsten Gegenstand des Tages wird! Zum Beispiel, wenn beim Gassigehen plötzlich ein Sturm aufkommt und man die drohende Knötchenkatastrophe gerade noch verhindern möchte. Oder beim Sport, wenn die offenen Haare im Nacken gefühlt eine eigene Sauna eröffnen. Genauso beim Kochen, wenn man aufpassen muss, dass die eigenen Haare nicht aus Versehen als geheime Zutat enden, oder bei der Gartenarbeit, wenn jede Pflanze gefühlt einmal dran ziehen möchte. Für all diese kleinen Haar-Notfälle habe ich deshalb eigentlich immer einen Haargummi griffbereit. Na gut … meistens sogar drei an meinem Handgelenk! Denn man weiß ja nie, wann einer verloren geht, reißt oder sich mal wieder heimlich aus dem Staub macht. Hihi!
H wie Harmonie

Harmonie ist für mich oft gar nichts Großes. Es sind die kleinen Augenblicke, in denen alles ruhig ist (ähnlich wie bei Hygge). Wenn gerade niemand etwas von mir möchte, mein Hund friedlich neben mir oder auf mir schläft, ich in einem guten Buch versinke und für einen Moment einfach das Gefühl habe, dass alles in Ordnung ist. Mehr brauche ich manchmal gar nicht, um glücklich zu sein. Ich glaube, genau deshalb versuche ich mir solche Momente ganz bewusst zu schaffen. Das gelingt natürlich nicht jeden Tag – schließlich läuft das Leben nicht immer harmonisch ab. Umso kostbarer sind aber die Augenblicke, in denen der Kopf endlich einmal zur Ruhe kommt und man tief durchatmen kann. Dann fühlt sich alles gleich ein bisschen leichter an, oder?
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