Hallo Ihr Lieben,
sagt mal, seid Ihr im Restaurant eigentlich auch solche Gewohnheitsbesteller wie ich? Egal ob ich einen Italiener besuche, beim Griechen vorbeischaue oder mal wieder Indisch essen gehen will – ich lande fast immer bei denselben Gerichten, die ich auch schon beim letzten Besuch gewählt hatte! Und das nicht nur, weil sie besonders lecker waren, sondern weil sie eine ganz bestimmte Zutat gemeinsam haben: Pilze! Und ja, es ist mir völlig egal, ob Champignons, Kräuterseitlinge, Enoki oder Pfifferlinge – auf Pizza, im Salat oder zu Hühnchen… sobald Pilze auf dem Teller liegen, bin ich wortwörtlich im siebten Kulinarik-Himmel! Aber da zwischen Bestellung und Genuss oftmals mehrere, lange Minuten vergehen, beobachte ich in der Zwischenzeit oft und gern die Servicekräfte und frage mich: Wie schaffen sie es eigentlich, sich all die Wünsche der Gäste zu merken? Klar, heutzutage tippen viele die Bestellungen an jedem Tisch in ein digitales Gerät, und trotzdem ist es beeindruckend, wie gut manche Kellnerinnen und Kellner selbst bei vollem Restaurant wissen, wer was bekommen hat – und das sogar bei Sonderwünschen. Die große Frage ist nur:
Könntet Ihr den Überblick auch so gut behalten? Ohne, dass sich jemand beschwert?

Falls ja, fangt doch in der „Chaosteria“ an!
Einem „Restaurant“, das seinen Namen alle Ehre macht!
Denn in dieser Spieleneuheit vom frechverlag läuft nicht nur manchmal alles durcheinander – hier ist Chaos Programm! Oder mit anderen Worten: Auch wenn die besten Servicekräfte unfehlbar sind, trifft das auf den Rest von uns Sterblichen leider nicht zu – und genau das macht den diebischen Spaß dieses Spiels aus. Es kann nämlich gut passieren, dass die Beilagen erst nach den Nachspeisen auf dem Tisch landen oder die Getränke plötzlich wieder in der Küche verschwinden. Eure Aufgabe: Den Überblick behalten, alle Bestellungen den richtigen Mitspielern servieren und dafür sorgen, dass niemand leer ausgeht – vor allem nicht Ihr selbst!
Doch bevor es ans korrekte Erinnern und Servieren geht, müsst Ihr erstmal Eure fünfteilige Menüfolge – bestehend aus einem Getränk, einer Vorspeise, einer Hauptspeise, einer Beilage und einer Nachspeise – wählen … was bei der riesigen Auswahl an köstlich aussehenden Bestellkarten gar nicht so einfach ist! Ich sag’s Euch, da kann man fast von Glück sprechen, dass man nur 5 der 50 Karten ausgeteilt bekommt und sich nur für jeweils 1 Variante von 2 Gerichten entscheiden muss! Aber da ich nicht nur ein Faible für Pilze, sondern auch für Zitronen und Minze habe, war mein Bestellwunsch ganz schnell klar:

Meine Mitspieler – Äpfelchen und Pumpkin – mussten da schon deutlich länger grübeln!
Aber nachdem auch sie ihre – teils überraschende – Wahl getroffen und ihre Bestellkarten richtig herum und mit den Rückseiten nach oben vor sich abgelegt hatten, war die Bestellphase auch schon abgeschlossen. Im nächsten Schritt werden die acht Karten mit den Gerichten aus der Küche, die schon die ganze Zeit verdeckt um die Klingel herum verteilt lagen, umgedreht!
Und damit beginnt die eigentliche Herausforderung: Denn kaum sind besagte Karten erst einmal aufgedeckt, liegen auch schon diese verlockend aussehenden Gerichte (!!!) vor Euch, bei denen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen kann! Aber keine Zeit für Ablenkung: Jetzt heißt es nämlich konzentrieren, Bestellungen im Gedächtnis abrufen und den Überblick behalten. Ganz nach dem Motto: „Wer wollte noch mal Salat mit Tomaten, oder waren es Gurken? Und war es Pumpkin, der Whiskey on the rocks bestellt hatte oder doch Äpfelchen?“ Alles muss im Kopf bleiben, denn die „Philosophie des Hauses“ aka Spielanleitung verbietet nochmaliges Nachschauen oder Notizen machen!

„Doch was hat es eigentlich mit diesen Beschwerdemarkern auf sich?“
Sehr gute Frage, Äpfelchen! Kurz gesagt: Die Beschwerdemarker sind ein zentraler Bestandteil von Chaosteria. Euer Ziel ist es nämlich, als beste Servicekraft zu punkten – also die Gerichte korrekt zu servieren, ohne dass sich Gäste beschweren. Jeder Fehler, jede falsche Entscheidung oder ein falsches Drücken der Klingel beschert Euch einen Beschwerdemarker.
„Oh oh, dann mache ich am besten alles richtig“, schaltet sich Pumpkin ein und startet unsere erste Servierphase, in der man – der Name sagt’s ja schon – ein Gericht servieren oder es in die Küche zurückschicken darf! Pumpkin entscheidet sich jedoch fürs Servieren, denn er erinnert sich noch ganz genau daran, dass ich mir ein Eis mit Minze bestellt hatte. Nach der Ankündigung legt er die Karte mit dem Eis vor meine passende Bestellkarte (pink steht für Nachspeise) und wird sofort mit genau dieser Bestellkarte belohnt, wenn die Variante stimmt – andernfalls geht die Karte zurück in die Schachtel.

Das Spiel endet übrigens, sobald alle Bestellungen erfüllt wurden oder die Küche schließt – also keine Gerichte mehr neben der Klingel liegen. Danach werden die gewonnenen Bestellkarten (je 3 Punkte) und Gerichtskarten (je 1 Punkt) gezählt, die Beschwerdemarker berücksichtigt (jeweils 2 Punkte Abzug) und am Ende steht fest: Wer die meisten Punkte hat, darf sich völlig zurecht als beste Servicekraft der Chaosteria feiern! Und das bin ja hoffentlich ich!
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Konnte ich Euch neugierig auf unseren ersten Spieltipp im neuen Jahr machen? Dann verrate ich Euch noch schnell, dass dieses Familenspiel für 3–10 Spieler ab 8 Jahren erdacht wurde und etwa 30 Minuten dauert – also sogar kürzer, als ich manchmal in realen Restaurants auf mein heiß ersehntes Pilzgericht warten muss! Hihi!

Kanntet Ihr dieses coole Restaurantspiel bereits?
Glaubt Ihr, dass Ihr Euch die Bestellungen von bis zu 9 Mitspielern merken könntet?
Welche Zutaten dürften auf keinen Fall auf Eurem Teller fehlen?




8 Comments
Eddy
Danke für den interessanten Einblick in Chaosteria. Die chaotische Bestell- und Servier-Challenge klingt wirklich spaßig!
Liebe Grüße, Eddy
SimplyJaimee
Das freut mich sehr Eddy! Es ist auch ein wirklich cooles, chaotisches Spiel 🙂
Lisa
Hallo Jana.
Ja, ich denke schon, dass ich mir das merken könnte. Mein Mann nennt mich ab und zu „The Brain“. Beim Memoryspielen schlage ich sogar regelmäßig meine Kinder, sodass schon keiner mehr solche Gedächtnisspiele mit mir spielen mag. 😉
Die Chaosteria erinnert mich ein bisschen an das Computerspiel Diner Dash. Da musste man sich zwar nicht merken, wer was bestellt hat, aber so schnell wie möglich Bestellungen aufnehmen, Essen servieren und Tische abräumen.
Bei uns sind es übrigens Nudeln, die nicht auf dem Teller fehlen dürfen. Theoretisch könnten wir uns die ganze Woche von unterschiedlichen Nudelgerichten ernähren. Die Kinder freut’s!
Liebe Grüße, Lisa
SimplyJaimee
Ich habe auf der Arbeit ein Merkspiel, bei dem ich meine Therapiekinder immer besiege 🙂 Aber Chaosteria war schon eine andere Art von Herausforderung!
Mo
Liebe Jana,
so eine schöne Spiele-Review, ich musste beim Lesen mehrmals schmunzeln, weil ich mich in so vielen Punkten wiedererkenne. Besonders das Thema „Gewohnheitsbesteller“ trifft bei mir voll ins Schwarze, denn auch ich lande gefühlt immer wieder bei denselben Gerichten. Schon beim Wort „Frühlingsrolle“ wäre ich am liebsten direkt zum Asiaten losgezogen.
Die Beschreibung des Spiels klingt nach genau der Art von heiterem Durcheinander, die bei uns in der Familie regelmäßig für Tränen vor Lachen sorgen würde. Ich weiß aus Erfahrung, wie schnell man bei solchen Merkspielen ins Straucheln kommt, vor allem wenn die Karten so lecker aussehen, dass man gedanklich schon halb am Tisch sitzt. Daher habe ich mir das Spiel direkt notiert.
Liebe Grüße
Mo
SimplyJaimee
Also ich hatte beim Ausprobieren des Spiels auf jeden Fall mächtig Appetit! 🙂
Miriam
Liebe Jana,
Das klingt nach einem spannenden Spiel – wie lustig, dass man ein so alltägliches Erlebnis in ein Spiel verwandelt. Und ich bekomme auch direkt Hunger, wenn ich davon lese und die Köstlichkeiten sehe. Wird Zeit, dass ich mir mal wieder eine Restaurant-Auszeit gönne.
Liebe Grüße, Miriam
SimplyJaimee
Oh ja, ich freue mich auch schon auf mein nächstes Pilzgericht im Restaurant 😉