Spieletest

Pärchenbildung mal anders: Denn in „Wort im Wort“ von Piatnik gehören Eier & Feier und Eule & Keule zusammen (Werbung)



Hallo Ihr Lieben,


sagt mal, wann hattet Ihr eigentlich das letzte Mal ein Memo-Spiel in der Hand? Vor ein paar Tagen – so wie ich – oder vor vielen, vielen Jahren, als Ihr noch klein und richtig gut darin wart? Denn seien wir ehrlich: Es ist schon fast ein ungeschriebenes Gesetz, dass Kinder Erwachsene beim Memo gnadenlos abzocken! Vor allem, wenn eine klassische Variante auf dem Tisch liegt, bei der einfach nur identische Bildpaare gesucht werden müssen. Aber kennt Ihr vielleicht auch Memo-Spiele, bei denen die Paare auf den ersten Blick gar nicht zusammenpassen? Ich tatsächlich schon so einige, denn als Sprachtherapeutin nutze ich sie oft und gerne für meine Arbeit. Vor allem, wenn – wie bei meinem heutigen Spieletipp Wort im Wort von Piatnik – noch eine sprachliche Ebene dazukommt: in diesem Fall das Bilden von Reimen, aber auch das Erkennen von Mehrdeutigkeiten oder das Zuordnen von Gegenständen aus vergangenen Zeiten und der Gegenwart. Ja, wenn ich ehrlich sein soll, sehe ich solche Memo-Varianten sogar viel lieber auf meinem Tisch. Denn gleiche Bilder finden kann jeder!



Aber Wortpaare entdecken, die aufgrund einer sprachlichen Verbindung zusammengehören …


„Eis“ und „Brille“ … passen eindeutig nicht zusammen! Schnell wieder umdrehen und weitersuchen …



… das ist schon eine ganz andere Liga!!!


Und während ich das hier so tippe, sehe ich meine Patienten förmlich nicken. Genau diese Erfahrung durften sie nämlich vor drei Wochen machen, als ich dieses Memo-Spiel zum ersten Mal mit in die Therapie brachte. Denn gerade für Schlaganfallpatienten kann so ein Spiel erstaunlich viel bewirken: Nach dem Erkennen und Benennen müssen die Wörter nämlich miteinander verglichen werden, um herauszufinden, ob sich beim aufgedeckten Paar ein Wort im anderen versteckt – ähnlich wie bei einem Reim, bei dem sich die Endlaute ja immer ähneln. Dadurch wird das genaue Hinhören trainiert und das Sprachgefühl spielerisch geschärft.


Aber keine Sorge – Wort im Wort ist kein Therapiespiel. Es eignet sich nur besonders gut dafür, weshalb ich es gar nicht anders als durch meine nicht vorhandene Therapeutinnen-Brille betrachten kann! Hihi! Im Grunde ist es ein (fast) normales Memo-Spiel, bei dem nach und nach 54 Plättchen umgedreht werden, um die passenden Paare zu finden – so, wie Ihr es aus Eurer Kindheit kennt (halt nur ein bisschen anspruchsvoller).




Doch da sich mit dieser Spielregel allein kein ganzer Blogbeitrag tippen lässt … 


… habe ich einfach noch zwei weitere Spiele dieser Memo-Reihe von Piatnik aus dem Schrank gefischt, die ich mir vor ein paar Jahren auf der Berlin Brettspiel-Con gekauft hatte. Ganz allein, ohne Sponsoring! Das Warum wird schnell klar, wenn Ihr ein Auge darauf werft. Denn auch diese Spiele sind für mich als Therapeutin Gold wert: Sie sind nämlich nicht nur vielseitig einsetzbar, sondern eignen sich auch perfekt, um spielerisch das Sprachbewusstsein meiner kleinen und großen Mitspieler zu fördern – und das alles ganz ohne trockene Übung!


Eindeutig-zweideutige Begriffe – oder auch Teekesselchen bzw. Homonyme genannt – bringen Menschen nämlich immer zum Staunen. Denn „Kiwi“ ist nicht immer gleich „Kiwi“ – mal denkt man an den kleinen, pelzigen Obstsnack, mal an den flugunfähigen Vogel aus Neuseeland. Genauso verhält es sich mit Wörtern wie „Iris“ und „Iris“ oder „Strudel“ und „Strudel“! Zweimal die gleiche Schreibweise, aber ganz unterschiedliche Bedeutungen, und genau das macht den Reiz aus!


Könnt Ihr auf diesem Bild noch mehr Paare finden? Ich starte mit „Kerze“ und „Kerze“! Na, wo ist die zweite?



Mindestens genauso anspruchsvoll wie die beiden oben gezeigten Spiele …

 

…ist Old & New – eine Memo-Variante, bei der ältere Generationen tatsächlich mal die Nase vorn haben (könnten). Denn je nach Geburtsjahrzehnt hat manch einer die historischen Gegenstände vielleicht sogar noch selbst genutzt, die hier mit ihrer modernen Version kombiniert werden sollen! „Was, so hat früher ein Fahrrad ausgesehen? Und geschrieben wurde mit einer echten Feder?“ Ich sag Euch: Kinder staunen nicht schlecht, wenn sie nach und nach die 27 Erfindungspärchen entdecken. Aber auch Erwachsene kommen ins Staunen, wenn ihnen bewusst wird, wie sehr sich diese einst revolutionären Dinge im Laufe der Zeit verändert und weiterentwickelt haben.


Auch hier liegen 10 Paare zum Entdecken bereit! Erzählt mir in den Kommentaren gern, ob Ihr alle zuordnen konntet!



Na, konnte ich Euch neugierig auf „Wort im Wort“ oder eine seiner Vorgängervarianten machen?

 

Dann verrate ich Euch noch schnell, dass es von eindeutig zweideutig mittlerweile sogar noch eine weitere Version gibt und dass all diese Memo-Spiele bereits für kleine Gedächtnisprofis ab 8 Jahren geeignet sind. Ja wirklich! Gerade für Kinder sind solche Varianten besonders klasse: Sie lernen spielerisch, Wörter und Bedeutungen zu unterscheiden, staunen über die lustigen oder überraschenden Paare und trainieren dabei ganz nebenbei ihr Sprachgefühl. Und ja, hier spricht schon wieder die Therapeutin aus mir – auch wenn es keine Therapiespiele sind! Hihi!


>>> Dieses Spiel wurde mir kostenlos von Piatnik zur Verfügung gestellt, meine Meinung bleibt davon unberührt. <<<



Kanntet Ihr diese interessante Memo-Spielreihe von Piatnik bereits?

Welche der drei vorgestellten Varianten gefällt Euch am besten?

Und habt Ihr schon einmal ein Memo gespielt, bei dem man nicht einfach zwei identische Bilder finden musste?




6 Comments

  • Lisa

    In einem Punkt muss ich dich leider enttäuschen: beim Memory spielen bin ich auch im Erwachsenenalter noch absolute Spitze 😀
    Deshalb spiele ich das so gern (vor allem mit meiner Tochter), weil das eines der wenigen Spiele ist, wo ich mich richtig anstrengen kann, ohne haushoch zu gewinnen. Bzw. wo das Spiel auch schon mit kleinen Kindern bei uns ausgeglichen war.

    Deshalb gefällt mir das Wort im Wort sehr gut. Sieht nach einer wunderbaren neuen Herausforderung für den Kopf aus!

    Liebe Grüße
    Lisa

  • Mo

    Liebe Jana,

    wie lustig, wir hatten erst vor Kurzem wieder ein Tier Memory auf dem Tisch. Die Idee hinter diesen neuen Varianten finde ich spannend. Die sprachliche Ebene wäre ja eigentlich genai meins, aber ich fürchte, dass ich am Anfang bestimmt ein bisschen ins Stocken geraten würde. Reime und versteckte Bedeutungen sind ja doch etwas anderes als zwei gleiche Bilder zu finden.
    Am meisten spricht mich die zweideutige Version an. Die Beispiele wie Kiwi oder Strudel haben mich sofort an frühere Wortspiele (bei uns hießen die Teekesselchen) erinnert, die ich schon damals geliebt habe. Ich finde es faszinierend, wie ein einziges Wort zwei völlig unterschiedliche Bilder im Kopf auslösen kann.
    Das sich diese Spiele vielfältig in der Therapie einsetzen lassen, glaube ich gern. Ich habe mal ein Praktikum bei einer Logopädin gemacht und da haben wir auch viele Spiele gespielt, die mit Worten zu tun hatten.

    Liebe Grüße
    Mo

    • SimplyJaimee

      In der Logopädie arbeiten wir tatsächlich ganz oft mit Teekesselchen! Und den Patienten macht das meistens auch Spaß 😉

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