Spieletest

Schneller denken als die anderen – das ist Letter Hunt von Piatnik (Werbung)



Hallo Ihr Lieben,


sagt mal, habt Ihr Euch eigentlich schon mal bewusst gemacht, wie viel unser Gehirn in Sekundenbruchteilen leistet? Es erkennt Formen und visuelle Zeichen fast automatisch, merkt sofort, aus welcher Richtung etwas betrachtet wird und kann selbst kleinste Unterschiede in Windeseile erfassen – ein besonders anschauliches Beispiel hierfür sind Buchstaben: Unsere Augen nehmen sie wahr, das Gehirn verknüpft sie mit bekannten Mustern und wir verstehen intuitiv, was gemeint ist, selbst wenn mehrere Zeichen aufeinandertreffen, gedreht, gespiegelt oder völlig ungeohwnt angeordnet sind – und das ganz ohne inneren Monolog à la „Moment mal, war das jetzt ein M oder doch ein W?“. Gleichzeitig liebt unser Gehirn Ordnung. Es arbeitet mit Oberbegriffen, füllt sie mit passenden Unterbegriffen und greift in beinahe jedem Moment blitzschnell auf die passenden Wörter zurück. Aber warum erzähle ich Euch das alles? Ganz einfach: Weil genau diese Fähigkeiten – also visuelle Wahrnehmung, perspektivisches Sehen, Kategoriebildung und schnelle Abruf- und Reaktionsgeschwindigkeit – in unserem heutigen Partyspiel-Tipp ganz spielerisch gefordert werden. Oder mit anderen Worten: Wer clever kombiniert und blitzschnell reagiert, ist bei Letter Hunt – der familienfreundlichen Buchstabenjagd von Piatnik klar im Vorteil. Aber seht am besten mal selbst!



1 Karte, 4 Blickwinkel und nur 1 Buchstabe zählt! 




„Nur welcher von den 9 abgebildeten pro Karte ist der richtige?“


… möchte mein cleverer Mitspieler mit den vielen grünen Denkzellen wissen –  und ahnt gar nicht, dass er damit die alles entscheidende Frage des Spiels stellt! Doch bevor ich im überübernächsten Absatz näher darauf eingehen werde, möchte ich Euch noch ganz schnell erzählen dass nicht alle Buchstaben unseres Alphabets auf den Karten auftauchen. Letter Hunt setzt nämlich gezielt auf Buchstaben, die zum einen häufig genug als Anfangsbuchstaben in unsere Sprache vorkommen und die sich zum anderen aus jedem Blickwinkel eindeutig erkennen lassen.

 

Ein klassisches Beispiel ist das oben bereits erwähnte große W: Steht es auf dem Kopf, wird daraus schnell ein M. Aber auch die Buchstaben P und D könnten knifflig werden, weil ein großes P aus manchen Perspektiven leicht wie ein kleines d aussieht! Um solche Stolperfallen auszuschließen, erscheinen manche Buchstaben ausschließlich als Großbuchstaben, andere nur als Kleinbuchstaben, während N und S einen kleinen Unterstrich tragen, der ihre korrekte Ausrichtung eindeutig macht, da sie in vielen Schriftarten rotationssymmetrisch sind! Ich finde, dank dieser kleinen schriftbildlichen Maßnahme wird schnell klar: Bei Letter Hunt zählt nicht nur der Buchstabe, sondern vor allem wie er auf der Karte steht!




Beispiel gefällig? Okay, dann ziehe ich schnell eine Karte … 


 … und suche mir eine Kategorie aus, die ich für alle Spieler laut vorlese! Ich entscheide mich für Sehenswürdigkeiten, weil ich mich auf Baustellen nicht besonders gut auskenne – und weil ich glaube, dass mein Mitspieler, der normalerweise nur auf meinem Bücherregal abhängt, bei dieser Thematik keine besonders guten Chancen hat. Doch anscheinend hat er in meiner Abwesenheit heimlich den einen oder anderen Reiseführer – und die Anleitung dieses Spiels gewälzt … denn schneller als ich „Kölner Dom“ sagen kann, ruft er schon „Petersdom“ – und liegt damit genau richtig!

Hier seht Ihr die Karte aus der Blickrichtung meines Mitspielers (das L zählt nicht, weil dreimal vorhanden) …



Wieso, weshalb, warum? Ganz einfach, aber auch ein kleines bisschen tricky: Denn nachdem die Kategorie verkündet wurde, hatte ich die Karte umgedreht und so auf dem Tisch platziert, dass jeder Spieler aus einer von vier Sitzpositionen raufschaut! Und genau ab diesem Moment heißt es: Augen auf und Gehirn an! Denn jeder Spieler muss nun den einen Buchstaben ausfindig machen, der aus seiner Sicht richtig herum auf der Karte steht und nur einmal vorkommt und ein passendes Wort nennen. Wer zu langsam ist oder den falschen Buchstaben erwischt, muss zur Strafe eine bereits gesammelte Karte abgeben – und genau diese kleine Herausforderung macht das Spiel so spannend!



Bis hierhin verstanden? Super!


Dann kann ich Euch ja nun noch beispielhaft aufzählen, welche Kategorien es in dieses Spiel geschafft haben. Alsoooooo, da gibt’s zum Beispiel mehrere Themen, bei denen man sich gut in der Küche auskennen sollte, andere drehen sich um (bestimmte) Serien und Filme oder fiktive Figuren. Wieder andere beschäftigen sich mit typischen Dingen, aktuellen Trends oder auch mit Sachen, die einen zum Staunen – oder Schmunzeln – bringen … ich sag nur Scheidungsgründe oder Kosenamen!

… und hier aus meiner Perspektive! Na, wird klar, warum bei mir nur das K gemeint sein konnte?

Am besten gefallen mir als Sprachtherapeutin jedoch die Karten, bei denen nicht nur der Anfangsbuchstabe, sondern auch ein Buchstabe am Ende oder sogar eine ganze Wortendung beachtet werden muss – denn hier wird unser Gehirn richtig gefordert: Es muss nämlich gleichzeitig erkennen, vergleichen und kombinieren, anstatt sich nur auf den allerersten Buchstaben zu konzentrieren. Genau diese Vielfalt sorgt dafür, dass auch bei wiederholten Spielen keine Langeweile aufkommt, denn durch die Wahl der Kategorie und die Platzierung der Karte kann der Lösungsbuchstabe jedes Mal ein anderer sein – womit die Herausforderung in jeder Partie bestehen bleibt!


Konnte ich Euch neugierig auf Letter Hunt – das spannende Spiel für Schnelldenker und Wortspezialisten – machen? Dann verrate Ich Euch an dieser Stelle noch, dass eine typische Runde nur mit der Hälfte der Karten gespielt wird, etwa 20 Minuten andauert und Spaß für 2 bis 8 Personen garantiert! Wollen wir wetten? Hihi, die Wette gilt!



>>> Vielen Dank an Piatnik, dass mir Letter Hunt für diesen Beitrag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. <<<


Mein cleverer Mitspieler mit den vielen grünen Denkzellen hat ja so recht mit seiner Buchstabenauswahl!



Kanntet Ihr Letter Hunt von Piatnik bereits?

Welchen Teil des Spiels findet Ihr spannender: die Kategoriefindung oder die Buchstabenerkennung?

Würdet Ihr das Spiel lieber in einer kleineren oder größeren Gruppe spielen wollen?




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